Ein Manager der Paramount Game Studios steht der Behauptung, dass „generative KI die Kosten erheblich senken und die Spieleentwicklung beschleunigen wird“, skeptisch gegenüber und meint, dass die Technologie noch nicht ausgereift genug sei, um dauerhaft erhebliche Kosteneinsparungen zu erzielen.

In einem Interview sagte Kittelson, dass es für Unternehmen leicht sei, übertriebene Versprechungen über das Potenzial von KI zu machen. „Es ist wirklich einfach, Gunst zu gewinnen, indem man den Investoren gegenüber behauptet: ‚Wir werden KI nutzen, um alle Aspekte schneller, günstiger und von besserer Qualität zu machen‘. Aber diese Tools sind noch nicht ausgereift genug, um wirklich viel Geld zu sparen.“
Er räumte ein, dass KI in Aspekten wie der Programmierung gewisse Unterstützung leisten kann, die Verbesserung bei der Erstellung von Inhalten jedoch bei weitem nicht mithalten kann. „Einerseits kann KI möglicherweise die Codierungseffizienz leicht beschleunigen, aber die tatsächliche Geschwindigkeit der Produktion und Generierung von Inhalten ist begrenzt und sie kann die Qualität der fertigen Inhalte nicht verbessern. Unsere Werke müssen von Menschenhand poliert werden.“
Kittelson äußerte auch Bedenken hinsichtlich der übermäßigen Abhängigkeit von KI bei der Entwicklung von Spielen, die auf beliebten Film- und Fernseh-IPs basieren. „Wir sagen ‚von Fans für Fans‘, drehen uns aber um und nutzen KI. Dann stellen sich Fragen wie: ‚Wer bestimmt das lustige Design?‘ ‚Überlassen Sie die Beurteilung dem Computer.‘ Hat der Computer seit seiner Kindheit Figuren der Teenage Mutant Ninja Turtles gesammelt, Comics gelesen und vom Skateboarden in der Kanalisation geträumt? Offensichtlich nicht.“
Diese Aussage kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Paramount Skydance Group ihr Spielegeschäft kräftig ausbaut. Die Gruppe gründete kürzlich Paramount Game Studios. Dieser neue Geschäftsbereich integriert alle interaktiven Unterhaltungsgeschäfte der Gruppe und plant, Spiele zu einem Kernsegment der gesamten Content-Strategie zu machen.
Das Studio wird von Präsident Tony Driscoll geleitet und integriert alle Ressourcen von SkyDance Interactive und SkyDance New Media. Zu den ausstehenden Titeln gehören das von Amy Hennig inszenierte „Marvel 1943: Rise of Hydra“, ein noch unbenanntes Star Wars-Projekt, und „Teenage Mutant Ninja Turtles: The Last Ronin“. Das Unternehmen konzentriert sich auf hochwertige IP-adaptierte Spiele und seine Zielgruppe sind die ursprünglichen Fangruppen großer Film- und Fernseh-IPs.