SpaceX wurde letzten Freitag offiziell an der Nasdaq notiert. Der Aktienkurs stieg am ersten Tag um mehr als 19 %, und sein Marktwert überschritt die 2-Billionen-US-Dollar-Marke. Doch auch wenn das Unternehmen erfolgreich auf den öffentlichen Markt gelangt ist, ist die Verwirklichung einiger seiner langfristigen Pläne noch in weiter Ferne.

In seinem bei der US-amerikanischen Börsenaufsicht SEC (Securities and Exchange Commission) eingereichten IPO-Prospekt betonte Musks Unternehmen wiederholt, dass seine Kernvision darin bestehe, „auf dem Mond zu landen, auf dem Mars zu landen und weiter in den Weltraum zu fliegen“. Das von SpaceX gesetzte Mars-Ziel ist äußerst ehrgeizig: Musk kann nur dann eine begrenzte Aktienzuteilung erhalten, wenn das Unternehmen eine Kolonie auf dem Mars mit einer dauerhaften Bevölkerung von mehr als 1 Million aufbaut.

Doch Händler auf der Prognose-Handelsplattform Kalshi gehen im Allgemeinen davon aus, dass es viele Jahre dauern wird, bis dieses Ziel erreicht ist.

Daten zeigen, dass der Markt darauf setzt, dass die Wahrscheinlichkeit, dass SpaceX vor 2030 eine bemannte Mission zum Mars startet, nur 18 % beträgt. Seitdem der Veranstaltungsvertrag im März 2024 online ging, lag die von Händlern angegebene höchste Wahrscheinlichkeit, innerhalb dieses Jahrzehnts eine bemannte Landung auf dem Mars zu erreichen, nie über 25 %.

Der Beurteilungsmaßstab für diesen Veranstaltungsvertrag lautet: Wenn SpaceX einen bemannten Marsflug abschließt und die offizielle Verifizierung vor dem 31. Dezember 2029 abschließt, gilt der Vertrag als „erfüllt“.

Die abwartende Haltung des Marktes steht im Einklang mit den eigenen Plänen von SpaceX. Im Prospekt stellte SpaceX klar, dass das Unternehmen keinen Zeitplan für die Landung einer bemannten Mission zum Mars habe.

SpaceX schrieb in dem Dokument: „Viele unserer Forschungs- und Entwicklungsprojekte sind technisch äußerst schwierig und basieren auf neuen Technologien, die noch nicht verifiziert wurden oder derzeit gar nicht existieren. Solche Projekte können möglicherweise nicht kommerzialisiert werden. Daher ist es für einige Projekte, die auf Spitzeninnovationen und unausgereiften Technologien basieren, schwierig oder sogar unmöglich, einen Zeitplan für den Fortschritt festzulegen.“

Obwohl der genaue Zeitplan nicht bekannt ist, ist die strategische Ausrichtung des Unternehmens auf das Mars-Projekt sehr deutlich: Allein im Text des Prospekts kommt das Wort „Mars“ 63 Mal vor und wird auch einmal in der Bildunterschrift des Dokuments erwähnt.