Apples Einzelhandelsgeschäft in Towson, Maryland, wird am 20. Juni Ortszeit offiziell geschlossen. Dieses Geschäft war Apples erstes Einzelhandelsgeschäft in den Vereinigten Staaten, das eine gewerkschaftliche Abstimmung abgeschlossen hat. Aufgrund von Streitigkeiten über Ladenschließungsvereinbarungen und Mitarbeitervermittlungspläne steht das Unternehmen jedoch weiterhin unter dem Druck des Bürgermeisters, der Kongressabgeordneten und der Gewerkschaften. Der Bürgermeister von Baltimore hat kürzlich eine öffentliche Erklärung herausgegeben, in der er Apple dazu auffordert, entweder seine Schließungsentscheidung zurückzuziehen oder vor Ort vernünftigere Jobübertragungen und Beschäftigungsregelungen zu treffen, um sicherzustellen, dass dieser Laden mit etwa 100 Mitarbeitern den Gewerkschaftsmitarbeitern keinen „Ausweg“ lässt.

Gemäß dem zuvor angekündigten Plan von Apple wird der Towson Store im Juni zusammen mit zwei anderen Apple-Einzelhandelsgeschäften in verschiedenen Gegenden und auch in heruntergekommenen Einkaufszentren geschlossen. Der Unterschied besteht darin, dass das Towson-Geschäft insofern einzigartig ist, als es Apples erstes gewerkschaftlich organisiertes Einzelhandelsgeschäft ist. Derzeit wird Gewerkschaftsmitarbeitern vorgeworfen, dass sie nicht die gleichen Möglichkeiten für einen Arbeitsplatzwechsel haben wie nicht gewerkschaftlich organisierte Mitarbeiter, was die Frage aufwirft, ob die Schließung des Ladens eine Bestrafung der Gewerkschaft bedeutet.
Der Bürgermeister von Baltimore gab in den sozialen Medien eine Erklärung ab, in der er sich öffentlich auf die Seite der Filialmitarbeiter von Towson stellte und Apple aufforderte, bei der Filialschließung „besser zu machen“. Diese Erklärung spiegelt die Stimmen einiger Mitglieder des US-Kongresses wider, die gemeinsam einen Brief an das Top-Management von Apple und die Beschwerde der Gewerkschaft an das Arbeitsministerium über „unfaire Arbeitspraktiken“ geschickt haben. Die Kernforderungen konzentrieren sich grob auf drei Optionen: Ermöglichen, dass Towson-Mitarbeiter wie andere Filialmitarbeiter direkt in nahegelegene Geschäfte versetzt werden; Planung und Verpflichtung zur Eröffnung neuer Apple-Einzelhandelsgeschäfte im Towson-Gebiet; oder einfach den aktuellen Ladenschließungsplan stornieren.
Der Bürgermeister betonte in der Erklärung, dass der Apple Store in Towson einer der Apple Stores mit der besten öffentlichen Verkehrsanbindung im Raum Baltimore sei und eine wichtige Servicebedeutung für die umliegenden Gemeinden habe. Er warnte, wenn Apple darauf beharre, Geschäfte zu schließen, „käme das einem Rückzug aus der Gemeinschaft, die dem Unternehmen zum Erfolg verholfen hat, und einer weiteren Verdrängung wichtiger Dienste gleich“, was die Hemmschwelle für Anwohner, Apple-Dienste und -Support zu erhalten, deutlich erhöhen würde.
Zu Beginn der Gründung der Gewerkschaft wurde im neuen Tarifvertrag zwischen Mitarbeitern des Tosun-Stores und Apple festgelegt, dass, sobald Apple einen neuen Store im Umkreis von 50 Meilen von Tosun eröffnet, die ursprünglichen Tosun-Mitarbeiter bei der Bewerbung um Stellen im neuen Store Vorrang haben werden. Mit dieser Klausel sollte ursprünglich ein Rückkanal für mögliche künftige Filialanpassungen reserviert werden, doch der Vertrag deckte die aktuelle Situation „direkter Schließung und vorerst keiner Neueröffnung“ nicht vollständig ab. Im Gegensatz dazu enthalten die Standardarbeitsverträge von Apple für nicht gewerkschaftlich organisierte Mitarbeiter häufig allgemeine Bedingungen, die es den Mitarbeitern ermöglichen, zwischen nahegelegenen Geschäften zu wechseln, ohne sich erneut bewerben zu müssen.
Laut der Tosun-Gewerkschaft und einigen Mitgliedern des Kongresses hat Apple die Mitarbeiter der Tosun-Filialengewerkschaft klar darüber informiert, dass sie, wenn sie in anderen Filialen arbeiten möchten, ihre Bewerbungen erneut einreichen und den Einstellungsprozess erneut durchlaufen müssen, da ihr Tarifvertrag keine Klausel ähnlich der „automatischen Filialübertragung“ enthält. Gewerkschaften und politische Kritiker haben vermutet, dass die Entscheidung von Apple, die Filiale in Towson zu schließen und eine Schwelle für einen Umzug festzulegen, eine Form der Vergeltung für die gewerkschaftliche Organisierung darstellt und nicht nur aus Erwägungen der Geschäftsleistung resultiert.
Apple beharrt darauf, dass sein Vorgehen im Rahmen des Vertrags „haltbar“ sei und weist Vorwürfe von „strafrechtlichen Ladenschließungen“ gegen die Gewerkschaft zurück. Die Branchenmeinung geht davon aus, dass, wenn sich herausstellt, dass die Absicht besteht, „die Gewerkschaft zu bestrafen“, bei künftigen Beweisermittlungen in Gerichtsverfahren dies nicht nur gegen Arbeitsgesetze verstoßen, sondern auch irreparablen Schaden für das Markenimage und den Ruf des Unternehmens von Apple verursachen könnte. Apple-bezogene Quellen enthüllten den Medien jedoch, dass aus geschäftlicher Sicht der Gesamtstrom an Menschen und der Umgebung im Einkaufszentrum, in dem sich Tosun befindet, bereits stark zurückgegangen ist und die Umgebung „fast zu einer Geisterstadt geworden“ ist. Dies lässt auch darauf schließen, dass die Schließung des Ladens im Einklang mit der Gesamtstrategie des Unternehmens bei der Umstrukturierung des Einzelhandelsnetzes steht, nämlich die schrittweise Reduzierung traditioneller Einkaufszentren und die Hinwendung zum Aufbau unabhängigerer Geschäfte.
Der aktuelle Plan sieht vor, dass der Towson Apple Store wie geplant am 20. Juni geschlossen wird, wenn keine neuen Änderungen oder Kompromisse vorgenommen werden. Während die Haltung von Apple hart bleibt und die Entscheidung, Geschäfte zu schließen, unerschütterlich scheint, müssen etwa hundert Mitarbeiter vor Ort möglicherweise ernsthaft mit der Planung ihres nächsten Karrierewegs beginnen. Ob Sie sich erneut für andere Apple Stores bewerben oder das Unternehmen verlassen, um neue Jobmöglichkeiten zu finden. Es bleibt abzuwarten, wie dieses Tauziehen um gewerkschaftlich organisierte Geschäfte enden wird.