Apple organisiert die Lieferkarte für seine OLED-Bestellungen neu und koreanische Panel-Unternehmen haben exklusivere Kooperationsvereinbarungen mit Apple abgeschlossen. Gleichzeitig gelang es den chinesischen Herstellern nicht, die erwarteten Fortschritte bei der Sicherung relevanter Aufträge zu erzielen, was es Apple auch ermöglichte, seine Lieferkette erneut auf das koreanische Lager auszurichten. Diese Art der Anpassung setzt Apples langjährige Strategie der „Erkundung und schrittweisen Verschärfung“ bei der Beschaffung von OLED-Panels fort, doch die jüngsten Fortschritte zeigen, dass koreanische Hersteller in der nächsten Phase offensichtlich näher dran sind, Apples Hauptlieferant zu werden.

Der Berichtsbeschreibung zufolge stellt Apple sehr strenge Anforderungen an die OLED-Produktionskapazität, den Ertrag und die Stabilität der Massenproduktion. Nur Panelhersteller, die die abschließende Prüfung bestehen, haben die Möglichkeit, in die anschließende Phase der Großserienlieferung einzutreten. Sobald die Genehmigung vorliegt, sichert sich Apple in der Regel die Lieferung auf exklusive oder nahezu exklusive Weise, was nicht nur das Tempo der Massenproduktion neuer Produkte sicherstellt, sondern Apple auch ermöglicht, einen stärkeren Einfluss auf Preis, Produktionskapazität und Lieferzyklus zu erlangen.

Der Hauptgrund dafür, dass koreanische Hersteller in dieser Wettbewerbsrunde einen Vorteil haben, liegt nach wie vor darin, dass ihre Technologiereife und ihre Massenproduktionsfähigkeiten stabiler sind. In dem Bericht wurde erwähnt, dass Apple Samsung Display die Genehmigung zur Herstellung von OLED-Modulen für seine Faltbildschirmprodukte erteilt hat und damit begonnen hat, den Einsatz von Back-End-Produktionslinien in Vietnam zu fördern. Die erste Lieferung wird etwa 3 Millionen Stück umfassen. Die beiden Parteien haben außerdem einen dreijährigen Exklusivliefervertrag unterzeichnet. Dies bedeutet, dass Apple während des relevanten Produktzyklus vorrangig auf Samsung Display bei der Bereitstellung faltbarer OLED-Panels setzen wird und nicht gleichzeitig andere Hersteller dazu bringen wird, Bestellungen zu teilen.

Gleichzeitig hoffen auch chinesische Panelhersteller, insbesondere BOE, dem die Außenwelt seit langem Aufmerksamkeit schenkt, einen größeren Anteil an der OLED-Lieferkette von Apple zu gewinnen. Nach der in diesem Bericht dargelegten Situation zu urteilen, haben chinesische Hersteller in dieser Wettbewerbsrunde jedoch nicht die endgültige exklusive Position erreicht, und die Kernaufträge von Apple werden immer noch eher an koreanische Unternehmen übergeben. Für Apple bedeutet dieser Ansatz, dass die Lieferkettenrisiken auf weniger Partner reduziert werden, er verdeutlicht aber auch die Abhängigkeit seines High-End-OLED-Geschäfts von der koreanischen Panel-Industrie.

Diese Änderung wird auch als Teil der Lieferkettenstrategie von Apple angesehen: Durch die Übergabe wichtiger Panel-Bestellungen an reifere koreanische Hersteller kann Apple mehr Sicherheit bei der Einführung neuer Produkte, der Steigerung der Ausbeute und der Massenproduktion in großem Maßstab gewinnen. Aus Branchensicht bedeutet dies aber auch, dass chinesische Hersteller, wenn sie wirklich in das Kern-OLED-Bestellsystem von Apple einsteigen wollen, bei Technologie, Produktionskapazität und stabiler Lieferung noch weiter aufholen müssen.