Qualcomm hat seine Reichweite offiziell auf den Markt für Rechenzentrumsserver ausgeweitet und die erste CPU für diesen Feldeinsatz auf den Markt gebracht: Dragonfly C1000. Der Chip wird voraussichtlich erst in der zweiten Hälfte des Jahres 2028 in Massenproduktion gehen und Meta wird einer der ersten Kunden sein, der ihn einführt.
Dragonfly C1000 ist Qualcomms erste Server-CPU, die speziell für Rechenzentrums-Workloads entwickelt wurde. Es verfügt über ein Multi-Chip-Design und einen selbst entwickelten Oryon-Kern mit mehr als 250 Kernen und einer maximalen Frequenz von mehr als 5 GHz. Qualcomm positioniert es auch als Rack-Level-Infrastrukturkomponente für das Zeitalter der „intelligenten KI“ und betont sein Gleichgewicht zwischen Leistung und Energieeffizienz.
Was die Produktplanung betrifft, ist die Massenproduktion des Dragonfly C1000 für die zweite Hälfte des Jahres 2028 geplant, und Meta wird der erste sein, der diesen Prozessor in seinem Servercluster der nächsten Generation einsetzt. Qualcomm sagte außerdem, dass es auch kundenspezifische Chip-Bestellungen von zwei anderen nicht genannten, sehr großen Cloud-Kunden erhalten habe, was bedeutet, dass sein Rechenzentrumsgeschäft nicht nur auf einen einzigen Partner setzt.

In den technischen Spezifikationen wird beschrieben, dass diese CPU das LP-DRAM-Speichersubsystem und die optionale HBC-Verbindung unterstützt und mit den PCIe Gen 7- und CXL-Spezifikationen kompatibel ist. Es unterstützt auch Luftkühlungs- und Flüssigkeitskühlungslösungen und ist auf OCP ORv3-Standard-Rack- und Serverumgebungen ausgerichtet. Diese Konfigurationen deuten darauf hin, dass Qualcomm hofft, den Dragonfly C1000 zu einem High-End-Serverchip zu machen, der direkt in die Infrastruktur-Einkaufsliste der Cloud-Anbieter aufgenommen werden kann.

Qualcomm kündigte dieses Mal auch ein größeres Rechenzentrumslayout an und kündigte die Übernahme des KI-Infrastruktur-Startups Modular an, um das Software-Ökosystem zu vervollständigen. Der Markt steht dieser Akquisition und dem weiteren Produktweg noch abwartend gegenüber, da der Umsatz von Dragonfly erst 2028 realisiert wird und ob das damit verbundene Geschäft wirklich in ein stabiles Wachstum umgewandelt werden kann, hängt von der anschließenden Kundenerweiterung und dem Aufbau des Software-Ökosystems ab.