Gestern Abend hat Apple in mehreren ausländischen Märkten plötzlich die Preise für MacBook und iPad erhöht. Der Gesamtanstieg betrug knapp 20 %. Grund für die Preisanpassung waren die explodierenden Kosten für Arbeitsspeicher und Flash-Speicherchips. Diese Preiserhöhung hat die iPhone-Serie noch nicht erfasst. Apple gab in einer Erklärung bekannt, dass es noch nie einen so drastischen Preisanstieg für eine einzelne Komponente in kurzer Zeit gegeben habe. Die Unternehmen schultern den Kostendruck schon seit Längerem selbst und versuchen, den Endverbraucher nicht für die Rechnung bezahlen zu lassen. Jetzt ist der Kostendruck schwer zu verdauen und kann nur die Verkaufspreise vieler Hardwaretypen erhöhen.

Es ist erwähnenswert, dass die Aktien der asiatischen Apple-Industriekette insgesamt einen starken Rückgang erlebten, nachdem Apple offiziell Preiserhöhungen für MacBook und iPad angekündigt hatte.

Auf dem koreanischen Markt: SK Hynix, ein großer Speicherhersteller, brach im frühen Handel um 9,56 % ein, und Samsung Electronics fiel um 8,65 %. Beide sind Hauptlieferanten von Apples DRAM-Speicher und NAND-Flash-Speicher; Der Aktienkurs von LG Electronics, das Kameramodule für High-End-iPhones liefert, fiel im frühen Handel um 3,8 %.

Auch japanische Obstketten stehen unter Druck: TDK, das Batterien für Apple-Geräte liefert, fiel um 8,2 %; Murata Manufacturing Co., ein führender Anbieter von MLCC-Kondensatoren, die Apple in großen Mengen für Hardware kauft, fiel um 6,9 %; Sony, Anbieter von Bildsensoren für Mobiltelefone, schloss leicht im Minus von fast 1 %.

Auf dem chinesischen A-Aktienmarkt gab Apples Kerngießerei Luxshare Precision bei der Eröffnung stark nach. Am Ende des Tages fiel der Aktienkurs um 9,18 % und erreichte fast die Grenze.


Im Gegensatz dazu ist die Leistung der Taiwan Fruit Chain relativ stabil. Bei TSMC, dem exklusiven Hersteller der Prozessoren der A- und M-Serie von Apple, blieb der Aktienkurs im Wesentlichen unverändert. Der Aktienkurs von Foxconn, Apples größtem iPhone-Monteur, blieb im Wesentlichen unverändert.

In den letzten Jahren hat die groß angelegte Produktion von KI-Rechenzentren auf der ganzen Welt die Marktnachfrage nach Speicher mit hoher Bandbreite erhöht. Die Produktionskapazität von Speicher- und Flash-Speicherchips für die Unterhaltungselektronik ist eingeschränkt, was zu einem knappen Angebot und steigenden Preisen führt.

Der kollektive Niedergang der asiatischen Apple-Industriekette spiegelt auch die Veränderung der Marktkapitaltrends wider: Anleger verfolgen nicht mehr nur die durch KI generierten Chipdividenden, sondern beginnen sich Sorgen über den Inflationsdruck auf die Hardwarekosten zu machen, der durch steigende Speicherpreise entsteht.