Valve hat kürzlich bestätigt, dass Steam Machine wichtige Verbesserungen in Bezug auf die Bildausgabefunktionen und die zugrunde liegende Systemunterstützung erhalten hat, es ist jedoch schwierig, kurzfristig optimistische Erwartungen hinsichtlich der Preisgestaltung zu äußern. Diese kleine Konsole/Gaming-PC auf Basis von SteamOS hat erst kürzlich die Beschreibung auf ihrer offiziellen Website angepasst, um ihre tatsächliche Leistung in 4K-Szenarien ehrlicher widerzuspiegeln, aber Valve hat hinter den Kulissen die vollständige Implementierung von HDMI 2.1 auf der Linux-Plattform gefördert, um eine hohe Bildrate und eine 4K-Ausgabe mit vollem Funktionsumfang über HDMI zu ermöglichen.
Valve-Ingenieur Pierre-Loup Griffais sagte in einem Interview mit Digital Foundry, dass Valve mit AMD zusammengearbeitet habe, um entsprechende Arbeiten zur Unterstützung von HDMI 2.1 und FRL (Fixed Rate Link, Fixed Rate Link) abzuschließen. Der aktuelle Software-Stack ermöglicht HDMI 2.1 mit variabler Bildwiederholfrequenz (VRR) auf Steam Machine, was nicht nur für FreeSync-Displays geeignet ist, sondern auch mit HDMI Forum VRR-Anzeigegeräten kompatibel ist. Er gab außerdem bekannt, dass zukünftige Updates dem Steam Deck volle HDMI 2.1-Unterstützung bieten und 4K 240 Hz-Ausgabefunktionen durch DSC (Display Stream Compression) auf der HDMI-Schnittstelle hinzufügen werden.

Seiner Ansicht nach ist diese Reihe von Funktionen ein wichtiger Teil des Leistungspuzzles von Steam Machine, und die kommenden FSR 4-Bildqualitäts- und Leistungsverbesserungen werden sie ebenfalls ergänzen. Obwohl die Steam Machine immer noch ein relativ Nischenprodukt ist, insbesondere zu ihrem derzeit hohen Preis, hat Valves Entwicklungsarbeit rund um die Hardware- und Linux-Version von SteamOS bereits ein Zeichen gesetzt und das breitere Linux-Gaming-Ökosystem gefördert. Aufgrund von Einschränkungen bei der Lizenzierung und anderen Aspekten war das Linux-Lager in der Vergangenheit lange Zeit in der HDMI 2.1-Unterstützung eingeschränkt. Durch die Zusammenarbeit von AMD mit Valve wurde vollständige HDMI 2.1-Unterstützung in den Open-Source-Linux-Software-Stack eingeführt, wodurch grundlegende Funktionen für weitere Linux-Hardwareplattformen bereitgestellt werden.
Gleichzeitig verlagert sich die Marktdiskussion über Steam Machine schnell von „Leistung“ zu „Preis“. Dieses kleine Computer-Host-Hybridgerät, das ursprünglich als „relativ erschwingliches“ Minicomputer-Host-Hybridgerät positioniert war, wurde Mitte Juni mit einem Einstiegspreis von 1.049 US-Dollar offiziell auf den Markt gebracht. Die Preisgestaltung wurde direkt von der aktuellen Krise auf dem Speicher- und Massenspeichermarkt beeinflusst. Im Zusammenhang mit dem anhaltenden Anstieg der DRAM- und NAND-Preise sind die Gesamtkosten der Steam Machine erheblich gestiegen, was bei Spielern und der Industrie anhaltende Zweifel an ihrer Kosteneffizienz geweckt hat und auch dazu geführt hat, dass „ob der Preis in Zukunft gesenkt wird“ zu einer der Kerndiskussionen rund um dieses Produkt wird.

Zu diesem Thema äußerte sich Valve in einem Interview mit Digital Foundry relativ zurückhaltend und sogar pessimistisch. Die Projektingenieure von Steam Machine, Yazan Aldehayyat und Pierre-Loup Griffais, betonten beide, dass es aus Sicht des Unternehmens „keinen Grund gibt, Hardware über einen längeren Zeitraum zu hohen Preisen anzubieten.“ Der Zweck der Existenz von Steam Machine besteht darin, ein Träger für eine engere Verbindung zwischen Spielern und Spielen zu werden, und „je billiger, desto besser“. Allerdings räumte Aldehayyat auch ein, dass es für Valve schwierig sei, optimistische Vorhersagen über die zukünftige Preisentwicklung zu treffen. „Wir glauben nicht, dass es kurzfristig zu deutlichen Preissenkungen kommen wird“, fügte er hinzu, auch andere Unternehmen der Branche hätten ähnliche Warnungen ausgesprochen.
Die von Valve geäußerten Bedenken deuten darauf hin, dass der aktuelle Preiserhöhungszyklus für Speicher noch einige Zeit andauern wird. Als Microsoft kürzlich ankündigte, die Preise für Xbox-Hardware im August auf breiter Front anzuheben, nannte das Unternehmen auch die steigenden DRAM-Kosten als einen der Hauptgründe und signalisierte damit, dass die gesamte Unterhaltungselektronikbranche einen höheren Preis für Speicher- und Arbeitsspeicherkosten zahlen muss. In diesem Umfeld hat Steam Machine nur begrenzten Spielraum, um durch einfache Stücklistenoptimierung erhebliche Preissenkungen zu erzielen, und Valve ist daher „nicht optimistisch“, was die Aussichten für kurzfristige Preissenkungen angeht.
Insgesamt entwickelt sich Steam Machine in Bezug auf Leistung und Erlebnis weiter: Die vollständige Linux-basierte HDMI 2.1-Unterstützung, die VRR-Anpassung und die zukünftige 4K-240-Hz-Ausgabe über DSC werden Benutzern von High-End-Anzeigegeräten ein umfassenderes Erlebnis auf Konsolenebene bieten und auch das gesamte Linux-Gaming-Ökosystem unterstützen. Aber in einer anderen Dimension spiegelt diese kleine Konsole deutlich die Realität der aktuellen Kostenstruktur des PC-Hardware-Marktes wider – auch wenn der Hersteller subjektiv hofft, dass „je billiger, desto besser“, in einem Zyklus, in dem DRAM- und Speicherpreise weiterhin hoch sind, ist es offensichtlich unrealistisch, die hochpreisige Steam Machine schnell wieder in den ursprünglich vorgesehenen „menschenfreundlichen Bereich“ zu bringen.