Während der Veröffentlichungstermin von „GTA6“ näher rückt, hat dieses mit Spannung erwartete Open-World-Meisterwerk europäische und amerikanische Einzelhändler für physische Spiele beunruhigt. Da die physische Version des Spiels nur einen Download-Code und keine CD enthält und das Angebot an Konsolen weltweit weiterhin knapp ist, stehen die von GameStop vertretenen Einzelhandelsketten vor einer beispiellosen Überlebensprobe.

Niemand will „GTA6“ kaufen

Die Entscheidung, nur Download-Codes für die physische Version von „GTA6“ bereitzustellen, hat direkte Auswirkungen auf das Kerngeschäftsmodell der Einzelhändler. Für GameStop, das auf Second-Hand-Disc-Transaktionen und den Verkauf von physischem Zubehör setzt, ist diese Änderung fatal. Laut mehreren GameStop-Mitarbeitern auf Reddit ist die Vorbestellungssituation düster. Ein Mitarbeiter sagte: „Ich dachte, es wären 500 Vorbestellungen, aber am Ende waren es nur 5.“ Das Vorbestellungsziel eines anderen Ladens lag bei 200, aber nur 11 wurden tatsächlich abgeschlossen.

Niemand will „GTA6“ kaufen

Wenn Mitarbeiter den Kunden erklären, dass es sich bei der physischen Version im Wesentlichen um eine „Codebox“ handelt, wenden sich die Kunden häufig ab, und Nebenverkäufe (wie Mitgliedskarten und Garantien) sind noch schwieriger zu verkaufen. Ein Mitarbeiter sagte unverblümt: „Jeder Kunde, der erfahren hat, dass es heute keinen physischen Datenträger der Ultimate Edition mehr gibt.“ Einige Geschäfte haben Mitarbeiter gebeten, den Kunden gegenüber die Vorteile des „Kaufs von Download-Code-Boxen“ hervorzuheben, was von internen Mitarbeitern mit der Begründung „wir haben diesen Kampf völlig verloren“ lächerlich gemacht wurde.

Niemand will „GTA6“ kaufen

Eigentlich sollte „GTA6“ eine treibende Kraft auf „Atombomben-Niveau“ sein, um den Verkauf von Konsolen anzukurbeln, doch das aktuelle Marktumfeld lässt Händler nicht optimistisch sein: Im Jahr 2026 haben alle großen Konsolen ihre Preise erhöht, und Xbox hat seine Preise innerhalb eines Jahres mehrfach erhöht, was die Verbraucher abschreckt. Laut „The Game Business“ befürchten Führungskräfte mindestens einer Einzelhandelskette, dass der Ladenbestand die durch „GTA6“ getriebene Kaufnachfrage nicht decken kann. Auch ohne das Spiel werden Konsolen in manchen Regionen schneller verkauft, als sie wieder aufgefüllt werden können.

Niemand will „GTA6“ kaufen

Die Kombination aus der Strategie der digitalen Version von „GTA6“ und der Hardware-Krise hat einen perfekten Sturm für physische Einzelhändler ausgelöst. Wenn es ihnen nicht gelingt, vom traditionellen Modell des „Verkaufs von CDs“ abzuweichen, könnten Handelsketten wie GameStop angesichts der Branchenveränderungen ihren Halt verlieren.