Bevor Apple das iPhone 18 Pro offiziell herausbrachte, erschien ein physischer Prototyp dieses neuen Flaggschiffmodells online, ganz anders als Apple. Kürzlich wurden zwei Videos, die angeblich aus Experimenten in kontrollierten Umgebungen stammen, auf sozialen Plattformen verbreitet. Der Inhalt war ein Falltest eines unveröffentlichten iPhone 18 Pro, der deutlich sein Erscheinungsbild zeigte. Dem Videomaterial nach zu urteilen, ähnelt die Gesamtform des neuen Telefons sehr stark dem bestehenden iPhone 17 Pro, mit nur geringfügigen Unterschieden in Details, und setzt damit Apples Reihe kleiner optischer Iterationen in den letzten beiden Produktgenerationen fort.
Diese beiden Falltestvideos wurden zum ersten Mal auf der X-Plattform vom Account @evleaks geteilt, was große Aufmerksamkeit von der Außenwelt erregte. Nach einer späteren Überprüfung steht das Konto jedoch nicht in Zusammenhang mit dem bekannten Whistleblower Evan Blass und das entsprechende Konto wurde auch von der X-Plattform gesperrt. Das Video übernimmt eine Testmethode in einer kontrollierten Umgebung. Der Bildschirm konzentriert sich hauptsächlich auf die Fallleistung des Rumpfes in verschiedenen Höhen und Haltungen und berücksichtigt keine spezifischen Hardwareparameter oder Funktionsdetails.


Bezüglich der Frage, warum diese Videos vorab durchgesickert sind, konzentriert sich die Branche derzeit auf den jüngsten Sicherheitsvorfall in der Lieferkette von Apple. Apples Produktionspartner Tata Electronics wurde kürzlich von einem Ransomware-Angriff betroffen, bei dem eine große Anzahl von Komponentendesigndateien und Spezifikationsdokumenten von Apple und anderen Kunden illegal gestohlen wurden. Laut Reuters führte der Angriff dazu, dass mehr als 200.000 Dateien ins Dark Web hochgeladen wurden, darunter Apple-Komponentendesigns und technische Informationen. Es wird spekuliert, dass auch Inhalte im Zusammenhang mit dem iPhone 18 Pro-Prototyp in den Umfang des Datenlecks fallen könnten.
Es ist unklar, welche tatsächlichen Auswirkungen dieses Leck auf den späteren Produktveröffentlichungsrhythmus und die Informationskontrolle von Apple haben wird. Nach der Veröffentlichung des Reuters-Berichts gingen Sicherheitskreise allgemein davon aus, dass Apple in den kommenden Tagen oder Wochen mit der Gefahr einer stärkeren Offenlegung von Spezifikationen, Designs und sogar Testinformationen zu unveröffentlichten Produkten konfrontiert sein könnte, da immer mehr Dateien im Dark Web analysiert und verbreitet werden. Zum Redaktionsschluss hat Apple keine formelle öffentliche Stellungnahme zum Ransomware-Angriff auf Tata Electronics und den damit verbundenen Datenlecks abgegeben.