Während der Linux-Kernel immer weiter verschlankt und modernisiert wird, verabschiedet sich ein weiteres altes Dateisystem von der Bühne der Geschichte. Es wurde bestätigt, dass EFS (Extent File System, Extended File System), die frühere Standardkonfiguration des IRIX-Betriebssystems des berühmten Computerunternehmens SGI (Silicon Graphics), im Entfernungsplan enthalten war und voraussichtlich in der kommenden Linux 7.3-Kernelversion vollständig entfernt wird.

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Als Vorgänger des einst berühmten XFS-Dateisystems reicht die Geschichte von EFS Jahrzehnte zurück. Bereits in der Kernel-Ära von Linux 2.2 führten Entwickler die schreibgeschützte Unterstützung für EFS für Linux ein. Sein Hauptzweck besteht darin, Benutzern das Lesen von Daten auf frühen SGI-Software-CD-ROMs unter Linux-Systemen zu erleichtern. Mit der Weiterentwicklung der Technologie hat SGI jedoch EFS vor vielen Jahren aufgegeben und ist vollständig auf das modernere und leistungsfähigere XFS-Dateisystem umgestiegen. Da es in der heutigen realen Umgebung nicht mehr möglich ist, ein neues EFS-Dateisystem zu erstellen, besteht die einzige Möglichkeit, wenn normale Benutzer darauf zugreifen möchten, darin, diese alten SGI-Disc-Images aus dem Internet herunterzuladen und zu mounten.

Betreuer des Linux-Kernels weisen darauf hin, dass der EFS-Dateisystemtreiber im Linux-Quellbaum seit mehr als 20 Jahren im Wesentlichen „nicht gewartet“ wird. Aufgrund des langfristigen Mangels an Reparaturen und Aktualisierungen seines Codes ist er erheblichen Risiken hinsichtlich der Sicherheit und der gesamten Systementwicklung ausgesetzt und eignet sich nicht mehr für den Verbleib im Hauptcode des modernen Kernels. Nach der gemeinschaftlichen Debatte über die Entfernungsvorschläge im Juni verfügt der Sanierungsplan nun über einen klaren Zeitplan für die Umsetzung.

Tatsächlich ist der Abgang von EFS nur ein Mikrokosmos der Bereinigungswelle veralteter Dateisysteme im Linux-Kernel in den letzten Jahren. In den letzten Kernel-Versionen hat Linux sukzessive alte Dateisysteme wie ReiserFS und JFS aufgegeben oder entfernt, die ebenfalls allmählich von der Bühne verschwinden. Entsprechend dem aktuellen Entwicklungstempo wird der Code im Zusammenhang mit dem EFS-Dateisystem während des nächsten Linux 7.3-Kernel-Merge-Fensters offiziell entfernt. Dies bedeutet auch, dass diese alte Technologie, die die glorreiche Ära der frühen Workstations miterlebte, in der Linux-Hauptlinie endlich ihr Ende finden wird.