Die U.S. Space Force bereitet eine bahnbrechende vertiefte Zusammenarbeit vor und plant, in künftigen militärischen Orbitalmissionen erstmals direkt kommerzielle Astronauten und Privatpiloten privater Luft- und Raumfahrtunternehmen einzusetzen. Dieser Trend zeigt, dass sich die Abhängigkeit des US-Militärs von kommerzieller Luft- und Raumfahrtenergie von einfachen Satellitenstarts und der Beschaffung von Technologie bis hin zu einsatzbereiteren bemannten Raumfahrt- und Orbitalfahrzeugmissionen erstreckt.

Es wird berichtet, dass General Michael Guetlein, stellvertretender Minister für Raumfahrtoperationen der U.S. Space Force, kürzlich auf einem Branchengipfel öffentlich erklärt hat, dass die Space Force nicht ausschließt, in Zukunft direkt kommerzielle bemannte Raumfahrzeugpiloten für die Durchführung nationaler Verteidigungsmissionen einzustellen. Getlein wies darauf hin, dass das explosive Wachstum der kommerziellen Raumfahrtindustrie dem Militär eine beispiellose Flexibilität und Redundanz verschafft habe. Wenn private Unternehmen Personal in die Umlaufbahn bringen und komplexe Operationen zu geringeren Kosten und häufiger durchführen können, kann das Militär das „Service-Outsourcing“ vollständig nutzen, um bestimmte Orbitalmanöver, Satellitenwartung und sogar Aufgaben zur Aufklärung von Weltraumdomänen an diese hochqualifizierten privaten Fachkräfte zu übergeben.
Diese mögliche Änderung steht in hohem Maße im Einklang mit der „Tactical Responsive Space“-Strategie, die die U.S. Space Force in den letzten Jahren energisch vorangetrieben hat. Das Militär möchte in der Lage sein, bei orbitalen Bedrohungen oder Notfällen schnell Ressourcen innerhalb von Stunden oder Tagen einzusetzen, anstatt sich auf traditionelle militärische Beschaffungszyklen zu verlassen, die Monate oder sogar Jahre dauern. Durch die Integration privater Piloten und kommerzieller Raumfahrzeuge in ihr Notfallbereitschaftsnetzwerk kann die Space Force sofortige bemannte Orbitalinterventionsfähigkeiten erlangen, ohne eine große Truppe aktiver Astronauten unterhalten zu müssen.
Branchenanalysten wiesen darauf hin, dass dieser Schritt auch die Grenzen zwischen der traditionellen militärischen Luft- und Raumfahrt und der kommerziellen zivilen Luft- und Raumfahrt völlig verwischen werde. Derzeit haben Unternehmen wie Crew Dragon von SpaceX und Axiom Space ihre Fähigkeit unter Beweis gestellt, Personal zur Einhaltung der Orbitalbedingungen unabhängig zu transportieren und zu verwalten, ohne auf nationale Raumfahrtagenturen angewiesen zu sein. Wenn der Plan endlich umgesetzt wird, werden diese privaten „Weltraumfahrer“, die früher hauptsächlich der wissenschaftlichen Forschung, dem Tourismus und der Logistik der Internationalen Raumstation dienten, offiziell zu einer wichtigen Erweiterung der nationalen Sicherheit und der militärischen Weltraumoperationen der USA.