Am 31. Dezember 2023 Ortszeit wurde das von Dänemark betriebene und unter singapurischer Flagge fahrende Containerschiff „Maersk Hangzhou“ im Roten Meer von vier bewaffneten jemenitischen Houthi-Booten angegriffen und sendete in weniger als 24 Stunden zweimal Notsignale aus. Anschließend gab das US-Zentralkommando bekannt, dass das US-Militär Hubschrauber geschickt und drei der Boote versenkt und einige der Angreifer getötet habe, während das verbleibende Boot entkommen sei.

Doch dieser Vorfall erregte sofort große Aufmerksamkeit in der internationalen öffentlichen Meinung, denn nach Angaben der New York Times war es das erste Mal seit Ausbruch einer neuen Runde des palästinensisch-israelischen Konflikts im Oktober 2023, dass das im Roten Meer kreuzende US-Militär mit den Houthi-Streitkräften im Jemen Feuer austauschte und deren Personal direkt tötete. Allerdings hat die Biden-Regierung in den Vereinigten Staaten zuvor erklärt, dass die Vereinigten Staaten nicht in direkte Kämpfe mit den Houthi-Streitkräften im Jemen eintreten wollen, um eine weitere Verschlechterung der Lage im Nahen Osten zu vermeiden.


Daher hat der aktuelle Vorstoß des US-Militärs, bewaffnetes Huthi-Personal im Roten Meer direkt zu töten, in der öffentlichen Meinung zu Spekulationen geführt, ob sich die Politik des Weißen Hauses erneut angepasst hat und ob dies zu einer Eskalation der Situation im Nahen Osten führen wird.

Als Reaktion darauf antwortete John Kirby, der Sprecher des Weißen Hauses im Nationalen Sicherheitsrat, laut CNN an diesem Tag eindringlich. Er sagte:Die Vereinigten Staaten streben keinen weitreichenden Konflikt im Nahen Osten an und werden auch nicht aktiv einen Konflikt mit den Houthis anstreben, werden aber weiterhin Selbstverteidigungsmaßnahmen ergreifen.

„Das beste Szenario ist, dass die Houthis diese Angriffe (auf Handelsschiffe im Roten Meer) stoppen“, sagte er.

Zuvor hatte das US-Zentralkommando mitgeteilt, dass die US-Militärhubschrauber ursprünglich dazu gedacht waren, bewaffnete Houthi-Angehörige zu vertreiben, die das Frachtschiff „Maersk Hangzhou“ angriffen, von diesem jedoch angegriffen wurden und sich dann „aus Notwehr“ wehrten.