In jüngster Zeit kam es vielerorts in Frankreich zu Verdachtsfällen kollektiver Lebensmittelvergiftungen durch den Verzehr von Austern. Davon betroffen hat Frankreich in den letzten Tagen in vielen Austernanbaugebieten Fang- und Verkaufsverbote für Austern erlassen. Derzeit ist in Frankreich die Hochsaison für den Verkauf von Austern und anderen Schalentieren, da diese in den Feiertagen zum Jahresende für viele Franzosen ein Muss auf dem Tisch sind.
Viele Orte in Frankreich haben jedoch kürzlich Fang- und Verkaufsverbote für Austern erlassen, da mehrere Fälle von kollektiver Lebensmittelvergiftung durch den Verzehr von Austern vermutet werden.
Am 30. Dezember 2023 Ortszeit kündigte die nordfranzösische Küstenprovinz Manche ein vorübergehendes Verbot des Fangs und Verkaufs von Schalentieren für den menschlichen Verzehr in der Region Saint-Vast-Laogue der Provinz an, weil in Austern in der Gegend Noroviren gefunden wurden, die schwere akute Gastroenteritis verursachen. Zuvor hatten Calvados in der Normandie und Arcachon Bay in der Gironde, Frankreichs größter Austernproduzent, aus dem gleichen Grund den Verkauf lokal gezüchteter Austern am 29. bzw. 28. vorübergehend ausgesetzt.
Am 30. sagten Austernverkäufer auf einem Fischmarkt in Nogent-sur-Marne, einem Vorort von Paris, dass ihr Geschäft von dem Verbot betroffen sei.