Brennstoffzellen sind eine alternative Energiequelle für die Automobilindustrie, die die chemische Energie eines Kraftstoffs (meist Wasserstoff) und eines Oxidationsmittels (Sauerstoff) in elektrische Energie umwandelt. Japan verfügt über eine große Flotte von Brennstoffzellen-Elektrofahrzeugen (FCEVs), die Mitsubishi in seinem jüngsten Versuch einer umweltverträglichen Energieinfrastruktur einsetzen will.
Mitsubishi hat kürzlich ein gemeinsames Demonstrationsprojekt für ein Rechenzentrum der neuen Generation angekündigt, das stationäre Brennstoffzellenkraftwerke (FC) als Hauptenergiequelle nutzen wird. Das Unternehmen wird mit Honda Corporation und Tokuyama Chemical Co. zusammenarbeiten, um die Machbarkeit von FC-Energie zu untersuchen, um den weiteren Anstieg des Strombedarfs für Rechenzentren bei der Verarbeitung großer Datenmengen zu bewältigen.
Mitsubishi sagte, das Projekt werde in der Stadt Thuan Yen durchgeführt, wo Duc Son seit 1952 eine Elektrolyseanlage betreibt. Tokuyama wird Wasserstoff als Nebenprodukt aus seinem Sole-Elektrolysegeschäft liefern, während Honda das Kraftwerk durch die Wiederverwendung von Brennstoffzellen entwickeln wird, die aus seinen Elektrofahrzeugen entfernt wurden.
Dieses innovative Rechenzentrum wurde von Japans New Energy and Industrial Technology Development Organization (NEDO) vorgeschlagen, die die Forschung, Entwicklung und Einführung wasserstoffbasierter innovativer Energiequellen fördert. Das gemeinsame Projekt startet am 31. März und läuft zwei Jahre bis zum 31. März 2026.
Wasserstoff-Brennstoffzellenfahrzeuge sind eine potenzielle Alternative zu batteriebetriebenen Fahrzeugen, verfügen jedoch nicht über die gleiche Energieeffizienz. Honda hat in Kalifornien bereits stillgelegte Wasserstoff-Brennstoffzellen als Backup-Energie für Rechenzentren getestet, während ein neues Projekt in Japan den Bau eines stationären Kraftwerks zum Ziel hat, das sowohl als Backup- als auch als Primärenergie dienen kann.
Mitsubishi machte keine Angaben zur Rechenzentrumsinfrastruktur, die das Unternehmen in Zhounan verwalten wird, daher ist unklar, wie viel Energie das Wasserstoff-Brennstoffzellenkraftwerk liefern wird. Wasserstoff gilt als sauberer Kraftstoff, da bei der elektrochemischen Reaktion der Brennstoffzelle nur Wasser als Nebenprodukt entsteht.
Kommerziell hergestellter Wasserstoff wird mithilfe eines energieintensiven Prozesses auf Basis fossiler Brennstoffe aus Methangas gewonnen. Dabei handelt es sich wahrscheinlich um die gleiche Technologie, die Tokuyama in seiner Sole-Elektrolyseanlage verwendet. Das Projekt von Mitsubishi könnte zumindest die Machbarkeit einer effektiven Integration von Wasserstoff und erschöpften Brennstoffzellen in das Energiegeschäft demonstrieren.