Abgesehen von einer kurzen Partnerschaft mit Nokia hat sich Withings in den letzten Jahren still und leise als starker Akteur im Bereich der häuslichen Gesundheitsfürsorge etabliert. Das französische Unternehmen hat vielleicht nicht den gleichen großen Namen wie Apple oder Samsung, stellt aber einige hervorragend gefertigte Geräte her, mit denen Menschen außerhalb der Arztpraxis Vitalfunktionen ablesen können.
Der Name BeamO erinnert an einen Spielzeughersteller aus den 80er-Jahren, aber es handelt sich um eines der bekanntesten Gesundheitsprodukte des Unternehmens. Es handelt sich nicht um eine Fitnessuhr oder ein Schlaf-Tracking-Pad, sondern um eine neue Kategorie für Withings. Das Unternehmen nennt es „Multiscope“ und soll es Patienten ermöglichen, bei Telemedizin-Anrufen problemlos Vitalfunktionen anzuzeigen.
Aus dieser Perspektive macht dieses Produkt absolut Sinn. Nach Angaben der US-Regierung stiegen die Telemedizinbesuche während der Pandemie (verständlicherweise) um das 15-fache. Obwohl die Zahlen im Zuge der Wiedereröffnung der Welt zweifellos zurückgegangen sind, besteht kein Zweifel daran, dass die Telemedizin im Vergleich zu Arztbesuchen, die keine Notfälle sind, relativ einfach und zeitnah ist.
Das System, das Withings als „kleiner als ein Smartphone“ beschreibt, liefert vier wichtige Gesundheitskennzahlen. Es ist wie ein superstarkes digitales Thermometer, das auch als EKG, Oximeter und Stethoskop fungiert und Gesundheitsdienstleistern ein tieferes Verständnis der Echtzeitgesundheit einer Person ermöglicht.
CEO Eric Carrell bemerkte: „Telemedizin nach der Pandemie ist alltäglich geworden. Während Fernbesuche bequem und erschwinglich sind, sind medizinische Fachkräfte nicht in der Lage, Routineuntersuchungen persönlich durchzuführen. BeamO wird Fernbesuche mit einem Gerät ermöglichen, das die Fähigkeiten von vier verschiedenen medizinischen Geräten kombiniert.“
Das System kann gleichzeitig SpO2, Herzfrequenz und EKG (was Withings als „medizinische Qualität“ bezeichnet) ablesen und die relevanten Informationen auf dem Display anzeigen. Kopfhörer können über einen USB-C-auf-Audio-Klinkenadapter mit dem System verbunden werden. Audio kann auch über eine App an Gesundheitsdienstleister gesendet werden.
Das System wartet immer noch auf die Genehmigung der US-amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) für Funktionen wie die Erkennung von Vorhofflimmern und Withings geht davon aus, dass es im Juli für 250 US-Dollar in den Handel kommt.