Tim Clark, Präsident von Emirates Airlines, äußerte sich besorgt über den jüngsten Vorfall mit Boeing 737 Max 9 und sagte, dieser spiegele die seit langem bestehenden „Qualitätskontrollprobleme“ des Unternehmens wider. Clark äußerte Bedenken hinsichtlich der betrieblichen Verbesserungen von Boeing nach dem Vorfall vom 5. Januar. In einem Interview stellte er fest, dass die Probleme von Boeing schon immer da gewesen seien und die jüngsten Ereignisse ein Beispiel dafür seien.


„Sie hatten schon lange Probleme mit der Qualitätskontrolle und das ist nur ein weiteres Zeichen dafür“, sagte er.

„Ich denke, dass sie sich jetzt zusammenreißen, aber es wird nicht helfen“, fügte Clark hinzu.

Er räumte auch ein, dass die Möglichkeiten der Fluggesellschaften angesichts des derzeitigen Duopols in der Zivilluftfahrtindustrie (Boeing und Airbus) begrenzt seien.

Clark, der dafür bekannt ist, Hersteller und Triebwerkslieferanten für alle bekannten technischen Mängel zur Verantwortung zu ziehen, glaubt, dass andere Flugzeughersteller noch einen langen Weg vor sich haben, bevor sie mit den Hauptakteuren der Branche konkurrieren können.

Seine Kritik erstreckte sich auch auf den Flugzeugtriebwerkshersteller Rolls-Royce, nachdem dieser zuvor die von ihm für den Airbus A350-1000 gelieferten Triebwerke als „defekt“ bezeichnet hatte. Im Gegensatz dazu unterstützte Emirates Boeing auf der jüngsten Dubai Air Show mit einem Großauftrag für seine Großraumflugzeuge.