Der Besitzer einer LG-Waschmaschine war diese Woche schockiert, als er anfing, 3,6 GB Datenverbrauch pro Tag zu melden. Johnie, der sich in seinem X/Twitter-Profil als Fintech-Geek bezeichnet, hat diese Woche die X-Plattform genutzt, um eine Nachricht zu posten, nachdem ihm aufgefallen war, wie viele Daten seine LG-Waschmaschine täglich verbraucht.

Bilder von der ASUS-Router-Schnittstellenseite zeigen, dass die LG-Waschmaschine an einem Tag 100 MB Daten heruntergeladen und satte 3,57 GB hochgeladen hat. Das Gerät macht 5 % von Johnnys täglichem Internetverkehr aus, was für eine Waschmaschine viel ist; Die Waschmaschinen-App verbraucht typischerweise nur etwa 1 MB Daten pro Tag.

Wie viele Unternehmen bietet LG mit SmartThinQ eine App an, mit der Benutzer alle kompatiblen Heimgeräte steuern und automatisieren können. Sobald die Waschmaschine angeschlossen ist, können Funktionen wie zusätzliche Waschprogramme heruntergeladen werden. Aber offensichtlich stimmt in diesem Fall etwas mit der Menge der verwendeten Daten nicht.

Es gibt viele Theorien darüber, warum LG-Waschmaschinen so viele Daten verbrauchen. Viele glauben, dass das Gerät möglicherweise gehackt wurde. Im Jahr 2017 wurde in der Smart-Home-Infrastruktur von LG eine Schwachstelle namens HomeHack entdeckt. Ein Angreifer könnte sich beim SmartThinQ-Hausgerätekonto eines LG-Benutzers anmelden und mit dem Konto verbundene Geräte fernsteuern. Über die Kamera des Staubsaugerroboters Hom-Bot können Eindringlinge unter anderem Heimanwender ausspionieren.

HomeHack wurde nach seiner Entdeckung schnell gepatcht, aber der Vorfall verdeutlicht die potenziellen Gefahren, wenn jedes Gerät im Haus mit dem Internet verbunden ist. Es gab viele Warnungen, dass Johnnys Maschinen für Krypto-Mining-Zwecke verwendet werden könnten, was Bedenken hinsichtlich einer Beteiligung an der Bitcoin-Geldwäsche aufkommen ließ.

Johnny hat das Gerät an seinem Router blockiert, um zu verhindern, dass es seine Daten nutzt. Einen Tag später veröffentlichte er einen Thread, der die Wahrheit zu offenbaren schien: Es handelte sich wahrscheinlich nur um eine ungenaue Meldung des Router-Schnittstellentools von Asus. Mehrere andere Benutzer haben ebenfalls bestätigt, dass dieser Fehler in der Software auftreten kann.

Auch wenn es sich nur um einen Fehler handelt, ist es interessant, dass bei der Veröffentlichung der ersten Informationen nur wenige Leute vermuteten, dass es sich dabei um einen Fehler von Asus handeln könnte, was zeigt, wie wir uns daran gewöhnt haben, IoT-Geräte mit schlechter Sicherheit zu sehen und oft von Hackern übernommen zu werden.