Die USA versuchen seit Jahren, Chinas Fortschritte in Bereichen wie Halbleitern und künstlicher Intelligenz durch Sanktionen und Exportkontrollen zu bremsen. Der CEO von Intel bemerkte, dass diese Strategie Auswirkungen auf Chinas Halbleiterfertigungskapazitäten habe und betonte die Zusammenarbeit mit Ländern wie Japan und den Niederlanden. Diese Kommentare stimmen mit Aussagen von TSMC und NVIDIA überein, obwohl in dieser stark vernetzten Branche weiterhin Unsicherheit in der Lieferkette besteht.
In seiner Rede auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos behauptete Intel-CEO Pat Gelsinger, dass Chinas Halbleiterentwicklung aufgrund der US-Sanktionen gegen wichtige Komponenten der Chipherstellung um ein Jahrzehnt hinter den führenden Ländern zurückbleiben werde.
Gelsinger erklärte, dass Chinas bestehende Werkzeuge derzeit nur 14-Nanometer- und 7-Nanometer-Chips herstellen könnten. Im Gegensatz dazu bereiten sich Unternehmen wie TSMC aus Taiwan, Samsung aus Südkorea und Intel aus den USA darauf vor, in den nächsten Jahren fortschrittlichere Prozesse zur Herstellung von 3-nm-, 2-nm- und noch anspruchsvolleren Halbleitern einzusetzen. Die 2-nm-Chips von TSMC sollen voraussichtlich im iPhone 17 zum Einsatz kommen, das 2025 auf den Markt kommt.
Als Reaktion auf Chinas rasante Entwicklung im Chipbereich haben die Vereinigten Staaten entsprechende Kontrollmaßnahmen erlassen, um zu verhindern, dass China die für die neueste Chiptechnologie erforderlichen Werkzeuge erhält. Die Vereinigten Staaten stoppten China jedoch nicht allein, sondern bündelten die Zusammenarbeit der Verbündeten Japan und Niederlande, was ein Schlüsselfaktor für die Wirksamkeit dieser Politik war.
ASML ist ein niederländisches Unternehmen und der weltweit größte Anbieter von Lithographiegeräten, die für die Produktion von Halbleitern unter 14 Nanometern von entscheidender Bedeutung sind. Der Schritt ist Teil der Bemühungen von Intel Corp., seinen Vorsprung in der Chipherstellung zurückzugewinnen, nachdem das Unternehmen hinter Taiwan Semiconductor Manufacturing Co. und Samsung Electronics Co. zurückgefallen war.
In Davos erörterte Gelsinger die Fragilität globaler Lieferketten, ein Problem, das während der COVID-19-Pandemie deutlich wurde. Er verwies darauf, dass sich die Chipproduktion über Jahrzehnte hinweg in asiatischen Ländern konzentriert habe und die USA derzeit mit dem Chip Act versuchen, diesen Trend umzukehren. Diese Gesetzgebung soll die technologische Autarkie der USA erhöhen.
Im vergangenen Jahr räumte TSMC-Gründer Chang Chung-mou ein, dass US-Sanktionen TSMC vorübergehend zugute kommen könnten, äußerte jedoch Zweifel an der langfristigen Wirksamkeit solcher Maßnahmen. Er prognostizierte, dass die Sanktionen China in der Chipherstellungstechnologie um Jahre zurücklassen würden. Allerdings wies er auch darauf hin, dass Länder wie die USA viel Zeit benötigen, um eigene Chip-Fertigungskapazitäten aufzubauen.
US-Beamte sind optimistisch, dass die Vereinigten Staaten innerhalb eines Jahrzehnts mit der Produktion und Verpackung der fortschrittlichsten Halbleiter beginnen können. Im Gegensatz dazu glaubt der CEO von NVIDIA, dass dieses Ziel 10 oder 20 Jahre dauern könnte.