Der Marktanteil des Chrome-Browsers liegt seit langem bei rund 65 %. Der größte Konkurrent ist Safari mit 19 %. Die übrigen Browser haben alle einstellige Marktanteile. Mozilla hofft, diese Situation zu ändern und Firefox und anderen Browsern von Drittanbietern eine Überlebenschance zu geben.
Die Mozilla Foundation hat ein neues Dashboard veröffentlicht – Platform Tilt Tracker:
https://mozilla.github.io/platform-tilt/
Wird zur Verfolgung technischer Probleme verwendet, die verhindern, dass Firefox unter Windows, Android und iOS ein besseres Surferlebnis bietet. Platform Tilt Tracker überwacht Sicherheits-, Stabilitäts-, Leistungs- und Funktionsprobleme, um der Foundation die erforderlichen Änderungen bereitzustellen, um auf allen Plattformen wettbewerbsfähig zu bleiben.
Laut Mozilla beeinträchtigen Webbrowser das Interneterlebnis der meisten Benutzer. Diese zentrale Rolle hat die Mozilla Foundation schon lange dazu inspiriert, einen besseren Firefox-Browser zu entwickeln. Dies ermutigt jedoch auch dominante Akteure dazu, zu kontrollieren und zu diktieren, welche Browser die Leute verwenden dürfen.
Einige Unternehmen haben ihre Position als Betriebssystem- oder Gerätehersteller schon lange genutzt, um „das Spielfeld zu ihren Gunsten zu verändern“. Platform Tilt Tracker entstand aus Mozillas Unzufriedenheit mit dem Status quo. Die Organisation führte Gespräche mit Plattforminhabern, um zu versuchen, diese Probleme zu lösen. Letztendlich wurde jedoch entschieden, dass es jetzt an der Zeit sei, diese Bedenken offen und transparent zum Ausdruck zu bringen.
PlatformTilt listet die Probleme auf, auf die Mozilla bei der Entwicklung des Firefox-Browsers und der Portierung des Codes auf die gängigsten Computerplattformen gestoßen ist. Für Apples iOS enthält der Tracker derzeit zehn Fragen zu API- und Funktionsunterstützung, Messaging-Integration, Browser-Datenimport und Unterstützung für Browser-Engines von Drittanbietern im App Store.
Das Android-System von Google weist drei öffentliche Probleme mit Browsern von Drittanbietern auf. Erstens verbietet Android den Import von Daten aus anderen Browsern. Zweitens nutzt es standardmäßig einige der internen Funktionen von Chrome. Schließlich liefern Browser-Engines von Drittanbietern Suchergebnisse von geringerer Qualität.
Gleichzeitig bot das Windows-System von Microsoft keine einfache Möglichkeit, einen benutzerdefinierten Standardbrowser festzulegen, was die Entwicklung unabhängiger Browser erschwerte. Es öffnet Edge außerdem über mehrere Windows-Einstellungsabläufe und zwingt Benutzer, Edge für bestimmte Betriebssystemfunktionen zu verwenden, selbst wenn ein anderer Standardbrowser ausgewählt ist.
Mozilla möchte den Menschen eine Wahl auf dem Browsermarkt geben, und diese Wahl setzt die Existenz „lebensfähiger Alternativen“ wie Firefox oder anderer unabhängiger Browser voraus. Allerdings können Alternativen nicht gedeihen, wenn die Wettbewerbsbedingungen nicht gleich sind. Plattforminhaber können technische Probleme im Platform Tilt Tracker schnell lösen. Allerdings ist es unwahrscheinlich, dass dies geschieht, es sei denn, es ist absolut notwendig.