Adobe hat das Premiere Pro AI-Tool erheblich verbessert, sodass die Videogenerierung vom „Schreiben von Aufforderungswörtern“ zum „direkten Schneiden des Videos“ geändert werden kann.

📅 2026-09-08

Zusammenfassung:

Adobe hat kürzlich eine neue Runde von Updates für das Videoerstellungstool angekündigt. Ihr Kernziel besteht nicht nur darin, die Qualität der KI-Generierung zu verbessern, sondern darin, Funktionen der künstlichen Intelligenz natürlicher in den professionellen Bearbeitungsprozess zu integrieren. Das Unternehmen hofft, die ursprüngliche komplexe Eingabeaufforderungsoperation, Modellauswahl und Parameteranpassung hinter den Kulissen zu verbergen, sodass Videoeditoren generative KI wie herkömmliche Bearbeitungswerkzeuge verwenden können.

Dieses Update konzentriert sich auf Premiere Pro. Adobe hat der Timeline direkt generative Medientools hinzugefügt. Redakteure müssen lediglich einen Bereich auf der Video- oder Audiospur auswählen, um KI aufzurufen, um Videos, Soundeffekte und andere Inhalte zu generieren, ohne die aktuelle Bearbeitungsumgebung zu verlassen oder zu einer separaten KI-Anwendung zu wechseln.

Das größte Merkmal des neuen Tools ist seine Fähigkeit, Informationen zur Projektumgebung automatisch zu lesen. Das System erkennt das Seitenverhältnis, die Projekteinstellungen und die Referenzmaterialien der aktuellen Zeitleiste und passt automatisch die am besten geeigneten Generierungsparameter an. Für Ersteller ist es nicht notwendig, der KI immer wieder zu erklären, ob es sich bei dem Projekt um horizontale, vertikale oder andere spezielle Verhältnisse handelt, noch müssen viele technische Details manuell eingegeben werden.

Im Hinblick auf die Videogenerierung unterstützt Premiere Pro nicht nur Adobes eigenes Firefly-Modell, sondern kann auch Drittanbietermodelle von Google Veo, Kling, Runway und Luma aufrufen. Benutzer können je nach Bedarf verschiedene Modelle auswählen, um die Generierungsaufgabe abzuschließen, und das System integriert diese komplexen Auswahlmöglichkeiten so weit wie möglich in eine einheitliche Schnittstelle.

Adobe ist davon überzeugt, dass es den meisten professionellen Entwicklern nicht wirklich darum geht, den Umgang mit verschiedenen KI-Modellen zu erlernen, sondern in einem vertrauten Arbeitsablauf schnell Aufnahmen fertigzustellen, Bilder zu vergrößern, Soundeffekte zu erzeugen oder Inhalte fertigzustellen. Daher schwächt das Unternehmen das Konzept der „KI-Tools“ ab und betont stattdessen die Erfahrung von „Bearbeitungstools“, wodurch generative Fähigkeiten zu einem gemeinsamen Merkmal in der Zeitleiste werden.

Neben Premiere Pro hat auch After Effects wichtige Upgrades erhalten. Die neue Version der Software fügt eine Funktion zur Bedienung in natürlicher Sprache hinzu. Benutzer können ihre Bedürfnisse in normaler Sprache beschreiben, z. B. die Neuorganisation der Projektstruktur, das Schreiben von Ausdrücken oder die Durchführung komplexer Vorgänge, ohne die entsprechende Skriptsyntax und Menüpfade beherrschen zu müssen.

Branchenanalysten glauben, dass Adobe eine tiefgreifendere Transformation vorantreibt, als nur eine KI-Schaltfläche hinzuzufügen. Im Gegensatz zur vorherigen Konkurrenz in der Branche, die sich hauptsächlich auf Modellfähigkeiten konzentrierte, konzentriert sich Adobe mehr darauf, wie man künstliche Intelligenz wirklich in professionelle kreative Prozesse integriert. In Zukunft werden Benutzer möglicherweise nicht mehr häufig darüber nachdenken, welches KI-Modell sie verwenden, sondern sich darauf konzentrieren, wie sie die Arbeit selbst erledigen.

Gleichzeitig baut Adobe nach und nach eine kreative Umgebung auf, die natürliche Sprache als Einstieg nutzt. Ob es um die Videogenerierung in Premiere Pro oder die Projektverwaltung und -automatisierung in After Effects geht: Bei Software geht es immer häufiger darum, dass der Ersteller die Ziele direkt beschreiben kann und das System dafür verantwortlich ist, die entsprechenden Tools aufzurufen und komplexe Schritte auszuführen.

Unter professionellen YouTubern hat diese Änderung jedoch auch einige Diskussionen ausgelöst. Einige befürchten, dass die Bequemlichkeit der Inhaltsgenerierung die Produktionsschwelle senken könnte, während andere sich fragen, ob KI-generierte Aufnahmen wirklich die Kontinuität und den künstlerischen Stil des Originalmaterials aufrechterhalten können. Befürworter glauben jedoch, dass künstliche Intelligenz eher dazu dient, sich wiederholende Arbeit zu ersetzen, als dass sie die Ersteller selbst ersetzt, wenn die generierten Ergebnisse immer bearbeitbar bleiben.

Der aktuellen Entwicklungsrichtung nach zu urteilen, hofft Adobe eindeutig, generative KI von einer neuen Fähigkeit, die spezielles Lernen erfordert, zu einem natürlichen Teil der täglichen Arbeit professioneller Entwickler zu machen. Anstatt Benutzer zu Experten für Worteingaben zu machen, hofft das Unternehmen, die KI hinter der Software zu verbergen, sodass sich Redakteure weiterhin auf das Geschichtenerzählen und die Erstellung von Inhalten selbst konzentrieren können.

Verwandte Tags

Ähnliche Artikel

Kommentare

0/500
Captcha (click to refresh)
Keine Kommentare