Zusammenfassung:
Der frühere US-Präsident Barack Obama brachte seine Unterstützung für Bundesgesetze und -vorschriften zur Sicherheit künstlicher Intelligenz zum Ausdruck und warnte, dass die Technologie eine „potenzielle Katastrophe“ verursachen könnte, wenn sie nicht richtig gehandhabt wird. Obama sagte in einer Erklärung am Montag, dass die Politik der künstlichen Intelligenz „im Mittelpunkt der öffentlichen Debatte stehen sollte“ und wies darauf hin, dass die politischen Entscheidungsträger in Washington „proaktiv handeln“ und entsprechende Pläne entwickeln müssen, „um schwerwiegende Sicherheitsprobleme anzugehen, die Auswirkungen künstlicher Intelligenz auf Arbeitsplätze und die nächste Generation vorherzusehen und sicherzustellen, dass die Vorteile der künstlichen Intelligenz weit verbreitet werden.“
Der ehemalige Präsident kritisierte den vom derzeitigen Präsidenten Donald Trump vertretenen Laissez-faire-Ansatz bei der KI-Regulierung. Obwohl er seinen Nachfolger nicht benannte, sagte er, dass „freiwillige Standards, die von einer Handvoll Technologieunternehmen festgelegt werden, nicht ausreichen“.
Mit einer von Trump im Juni unterzeichneten Durchführungsverordnung wurde ein freiwilliger Beteiligungsrahmen geschaffen, der es KI-Entwicklern ermöglicht, der Regierung im Voraus hochmoderne Modelle zur Verfügung zu stellen, damit potenzielle Sicherheitsrisiken bewertet werden können.
Obama sagte: „Angesichts dessen, was wir über die Technologie wissen, können wir künstliche Intelligenz nicht wieder in die Schublade stecken. Aber gemeinsam können wir entscheiden, wie sie entwickelt und wie sie genutzt werden soll, anstatt uns zurückzulehnen und zuzulassen, dass uns künstliche Intelligenz und ihre Konsequenzen widerfahren.“
Obamas seltene öffentliche Äußerung ist sein bislang ausführlichster Kommentar zur künstlichen Intelligenz. Künstliche Intelligenz ist zu einem zentralen Thema in der nationalen Diskussion in den Vereinigten Staaten geworden, da Branchenführer und Kongressabgeordnete eine Verlangsamung der Entwicklung modernster Modelle gefordert haben.
Aufgrund des Mangels an klarer Führung innerhalb der Demokratischen Partei suchen viele Demokraten immer noch Obamas Rat und Anleitung zu politischen und politischen Strategiefragen. Indem er sich in diese Debatte einmischt, versucht Obama, die Demokratische Partei zu einer Partei zu formen, die verstärkte Sicherheitsmaßnahmen durch künstliche Intelligenz in Vorbereitung auf die Zwischenwahlen im November und den Beginn des Präsidentschaftswahlzyklus 2028 unterstützt.
Diese Haltung würde den demokratischen Kandidaten in deutlichen Kontrast zu Trump stellen. Trump hat sich in letzter Zeit immer deutlicher gegen die Regulierung der künstlichen Intelligenz ausgesprochen. In einer Reihe von Beiträgen in den sozialen Medien wies er am Montag Bedenken hinsichtlich der existenziellen Risiken künstlicher Intelligenz als „Scherz“ zurück.
Letzten Sonntag wurde berichtet, dass Obama kürzlich die demokratische Führung bei einer privaten Spendenaktion aufgefordert habe, so bald wie möglich Pläne zu formulieren, um künstliche Intelligenz in den nächsten Jahren zu einem vorrangigen Thema zu machen, und sagte, dass die Präsidentschaftskandidaten für 2028 einen „klaren Plan“ vorlegen sollten, um die sicherheitstechnischen und wirtschaftlichen Herausforderungen zu bewältigen, die künstliche Intelligenz mit sich bringt.

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