Der Speichermangel wird bis 2027 anhalten und kleine und mittlere Handy- und Notebook-Hersteller haben begonnen, sich zu retten.

📅 2026-09-16

Zusammenfassung:

Laut der neuesten Reuters-Umfrage haben unabhängige Marken wie Fairphone und Jolla damit begonnen, Produkt-Motherboards neu zu gestalten und strenge Chip-Inspektionsmechanismen einzuführen, um die Versorgungskrise zu bewältigen, die voraussichtlich bis 2027 andauern wird.

Der CEO des Speichergiganten SK Hynix hat kürzlich deutlich gewarnt, dass 2027 das schlechteste Angebotsjahr in der Geschichte der Branche sein wird und die Nachfragelücke über 2030 hinaus anhalten wird.

Davon betroffen prognostiziert das Marktforschungsunternehmen Counterpoint, dass die weltweiten Mobiltelefonlieferungen in diesem Jahr im Vergleich zum Vorjahr um 13,9 % auf 1,08 Milliarden Einheiten zurückgehen werden, was den größten jährlichen Rückgang seit Beginn der Aufzeichnungen darstellt.

Für Nischenhersteller ist der aktuelle Kernkonflikt nicht der Preis, sondern die Frage, ob sie Quoten erhalten können. Raymond van Eck, CEO von Fairphone, sagte offen, dass er aus dem Geschäft scheiden wird, wenn er von den Lieferanten keine Quotenzuteilung erhalten kann, egal wie hoch der Preis ist.

Derzeit machen die Speicherkosten bei Mobiltelefonen mit einem Preis von 400 US-Dollar (Schneller Hinweis zur Technologie: Der aktuelle Wechselkurs beträgt etwa 2.843 Yuan) etwa 60 % der Stückliste aus.

Gleichzeitig hat die finnische Mobiltelefonmarke Jolla, um Risiken zu reduzieren, extreme technische Methoden angewendet und

zwei Motherboard-Lösungen für ihre Produkte entwickelt. Der erste Lösungssatz nutzt integrierte Speicher- und Speicherverpackungen, während der zweite Lösungssatz für unabhängige Chips konzipiert ist, sodass die Produktion schnell umgestellt werden kann, wenn eine bestimmte Verpackungsform nicht mehr vorrätig ist.

Es muss gesagt werden, dass diese Dual-Motherboard-Strategie zwar die Forschungs- und Entwicklungskosten erhöht, in einem Umfeld, in dem die Hardware-Versorgung extrem knapp ist, jedoch wahrscheinlich zu einem lebensrettenden Trumpf wird.

Der Notebook-Hersteller Framework geht aggressiver in seiner Strategie vor. Da das Unternehmen dem finanziellen Druck einer großen Lagerbestände nicht standhalten kann, muss es ein Modell ohne Stornierungsbestellungen einführen und Bestellungen im Voraus aufgeben, um die Ware schnellstmöglich zu beschaffen, wenn der endgültige Preis, die Lieferzeit und die Kapazitätsspezifikationen ungewiss sind.

Diese Art der nahezu blinden Einkaufsstrategie ist Ausdruck des Verlusts der Verhandlungsmacht von Nischenherstellern gegenüber Lieferkettengiganten.

Erschwerend kommt hinzu, dass die Hersteller durch den Zustrom gefälschter und generalüberholter Chips auch auf dünnem Eis unterwegs sind. Der CEO von Jolla gab bekannt, dass sie nun bei jeder Chipcharge, die sie erhalten, einen vollständigen Stresstest durchführen, um sicherzustellen, dass es sich bei den Teilen um brandneue und nicht um generalüberholte Teile handelt, die aus alten Geräten demontiert wurden.

Die gesamte Branche hält derzeit den Atem an und wartet auf die Freigabe der Produktionskapazitäten im Jahr 2028. Bis dahin wird das Überleben von Nischenherstellern mehr von der technischen Flexibilität und dem Scharfsinn auf dem Markt für gebrauchte Chips abhängen.

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