Das Weiße Haus sagte heute Nachmittag, dass Gesetze erforderlich seien, um Menschen vor falschen sexuellen Bildern zu schützen, die durch künstliche Intelligenz erzeugt würden. Die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Karine Jean-Pierre, gab diese Erklärung als Antwort auf eine Frage zu gefälschten Fotos von Taylor Swift ab, die diese Woche in den sozialen Medien kursierten.
Jean-Pierre nannte den Vorfall „schockierend“ und sagte, er sei eine der KI-Prioritäten der Biden-Regierung. „Der Kongress sollte auf jeden Fall gesetzgeberische Maßnahmen ergreifen. So geht man mit einigen dieser Probleme um“, sagte sie. Sie erwähnte keine spezifischen Gesetze, die das Weiße Haus unterstützt.
Die Bilder gingen am Mittwochabend insbesondere auf der X-Plattform viral, wobei ein Bild 45 Millionen Aufrufe erreichte, bevor es entfernt wurde. Die Plattform reagierte nur langsam und der Beitrag blieb etwa 17 Stunden dort. Die Bilder wurden später auf kleinere Konten verteilt und sind immer noch auf X sichtbar.
Jean-Pierre sagte, dass Social-Media-Plattformen „eine wichtige Rolle bei der Durchsetzung ihrer eigenen Regeln spielen“, um die Verbreitung solchen Materials zu verhindern. „Wir wissen, dass laxe Durchsetzungsmaßnahmen unverhältnismäßig stark Frauen und Mädchen betreffen, die leider die überwiegende Mehrheit der Opfer von Online-Belästigung und -Missbrauch sind“, sagte sie in einem Briefing mit Reportern. „Das Weiße Haus hat zuvor eine Task Force zur Bekämpfung von Online-Belästigung ins Leben gerufen. Aber das war eindeutig ein Flickenteppich. Es ist klar, dass Gesetze eingeführt werden sollten, um dieses Problem anzugehen.“
Der US-Kongress kritisiert Social-Media-Plattformen seit Jahren wegen Moderation, konnte sich bislang aber nicht auf entsprechende Regelungen einigen und diese verabschieden. Es scheint nun, dass es für Taylor Swift parteiübergreifende Unterstützung geben wird, aber es ist unklar, ob das ausreichen wird, um einen tatsächlichen Gesetzentwurf durchzusetzen.