Apples Vision Pro startet bei 3.500 US-Dollar und liegt damit am oberen Ende des AR/VR-Headset-Marktes, aber ein großer Teil dieser Kosten stammt aus der fortschrittlichen „Stückliste“ des Geräts, die schätzungsweise knapp über 1.500 US-Dollar kostet.
Nach Recherchen von Omdia kosteten die im Vision Pro verwendeten Komponenten Apple insgesamt schätzungsweise 1.542 US-Dollar. Die teuerste Komponente sollen die beiden 1,25 Zoll großen Micro-OLED-Displays im Inneren des Headsets sein, eines für jedes Auge. Die beiden Displays bieten insgesamt 23 Millionen Pixel, was Apple zufolge „mehr Pixel als ein 4K-Fernseher“ hat. Omdia schätzt, dass Apple 228 US-Dollar pro Display oder 456 US-Dollar pro Gerät bezahlt hat.
Gefolgt von M2- und R1-Chips. M2 ist der Hauptprozessor, derselbe Chip, der erstmals im MacBook Air 2022 verwendet wurde. M2 verarbeitet Inhalte, führt das visionOS-Betriebssystem aus, führt Computer-Vision-Algorithmen aus und liefert Grafikinhalte. Der R1-Chip verarbeitet alle Informationen von Kameras, Sensoren und Mikrofonen. Die Gesamtkosten für beide Chips betragen 240 $.
Wie CNBC betont, ist es schwierig, die Gewinnmargen von Apple aus diesen Schätzungen zu extrapolieren, da sie die Kosten für Forschung und Entwicklung, Verpackung, Versand, Vertrieb, Marketing und etwaige Investitionsausgaben, die zu den Vorabkosten einer Großteilebestellung hinzukommen könnten, nicht berücksichtigen. Dennoch kann es uns eine Vorstellung davon geben, wie teuer die Teile selbst in einem bestimmten Gerät sind.
Laut Ming-Chi Kuo, Analyst bei Tianfeng Securities, wird Apple aufgrund der Komplexität der Produktion im Jahr 2024 voraussichtlich weniger als 400.000 Vision Pro-Einheiten produzieren. Allerdings soll Apple bereits an einer neuen Version des Apple Vision Pro arbeiten, die günstiger sein soll. Der Chip des Geräts entspricht wahrscheinlich eher einem iPhone als einem Mac-Chip, und Apple verwendet möglicherweise auch ein internes Display mit niedrigerer Auflösung und günstigere Materialien. Möglicherweise wird auch auf die EyeSight-Funktion verzichtet, mit der andere eine Simulation der Augen des Trägers sehen können.
Mark Gurman von Bloomberg glaubt, dass Apple die nächste Generation Vision Pro entwickelt, die irgendwann Ende 2025 auf den Markt kommen könnte.