Bisher unveröffentlichten Dokumenten zufolge warnten die Vereinigten Staaten die Europäische Union davor, dass ihre vorgeschlagenen KI-Vorschriften Unternehmen zugute kommen würden, die über die Ressourcen verfügen, um Compliance-Kosten zu tragen, während sie kleineren Unternehmen schaden würden.Die US-Analyse basiert hauptsächlich auf der Version des Artificial Intelligence Act des Europäischen Parlaments, die Vorschriften zur generativen KI enthält. Dokumente zeigen, dass einige der Regeln der Version des Gesetzes über künstliche Intelligenz des Europäischen Parlaments auf „vage oder undefinierten“ Bestimmungen basieren.
Die Analyse ist Washingtons detaillierteste Stellungnahme zur EU-KI-Gesetzgebung.Ein Problem, das die Vereinigten Staaten beunruhigt, ist, dass das Europäische Parlament über die Art und Weise besorgt ist, wie KI-Modelle entwickelt werden, während die Vereinigten Staaten eher dazu neigen, sich auf die Risiken zu konzentrieren, die mit der tatsächlichen Verwendung dieser Modelle verbunden sind.
In der Analyse wurde gewarnt, dass EU-KI-Vorschriften den erwarteten Produktivitätsschub durch KI dämpfen und zu einer Verlagerung von Arbeitsplätzen und Investitionen in andere Märkte führen könnten.
In der Analyse heißt es, dass die neuen Regeln auch „EU-Investitionen in KI-Forschung und -Entwicklung und -Kommerzialisierung behindern und dadurch die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen einschränken könnten“, da die Schulung großer Sprachmodelle auf intensive Ressourcen angewiesen sei.
Im Jahr 2021 legte die Europäische Kommission den weltweit ersten Gesetzesentwurf zur Regulierung künstlicher Intelligenz vor. Seitdem haben das Europäische Parlament und der Europäische Rat mehrere Überarbeitungs- und Diskussionsrunden über den Entwurf durchgeführt. Nach dem Aufkommen generativer künstlicher Intelligenzanwendungen wie ChatGPT diskutierten die EU-Gesetzgeber dringend Fragen, die im ursprünglichen Entwurf nicht abgedeckt waren.
Dem Entwurf zufolge soll die EU künstliche Intelligenzsysteme (wie ChatGPT etc.) in verschiedene Risikogruppen einteilen. Je gefährlicher die Anwendung, desto strenger gelten die Regeln.Gleichzeitig sollte die EU auch ein umfassendes Verbot künstlicher Intelligenz erlassen, beispielsweise ein Verbot interaktiver Gesprächstools, die gefährliches Verhalten fördern, und vorausschauender Polizeiinstrumente, mit denen vorhergesagt wird, wer Straftaten begehen wird.
Es ist erwähnenswert, dass im neuesten Entwurf, der auf der offiziellen Website des Europäischen Parlaments veröffentlicht wurde, die biometrische Fernerkennungstechnologie in Echtzeit von der Stufe „hohes Risiko“ auf die Stufe „verboten“ angepasst wurde, was bedeutet, dass Unternehmen künftig keine KI-Technologie mehr zur Gesichtserkennung an öffentlichen Orten in EU-Ländern verwenden können.