Untersuchungen an der mesolithischen Stätte Starkar in North Yorkshire zeigen, dass Jäger und Sammler in der Antike ihre Häuser in bestimmte Aktivitätsbereiche unterteilten, was darauf hindeutet, dass sie, obwohl sie Nomaden waren, eine strukturierte Herangehensweise an das Familienleben hatten, die der modernen Haushaltsorganisation ähnelte.
Archäologische Funde in Starkar, einer berühmten mesolithischen Stätte in North Yorkshire, zeigen, dass Jäger und Sammler geordnete Wohnräume aufrechterhielten, indem sie bestimmte „Bereiche“ für verschiedene Haushaltsaktivitäten abgrenzten. Ein Forscherteam der Universitäten York und Newcastle untersuchte mikroskopische Beweise für die Verwendung von Steinwerkzeugen in drei Strukturen – möglicherweise konisch oder kuppelförmig – die an der sternförmigen Carr-Stätte gefunden wurden und mehr als 11.000 Jahre alt sind.
Sie fanden heraus, dass zu Hause möglicherweise eine Reihe von Tätigkeiten ausgeführt wurden, darunter Arbeiten mit Holz, Knochen, Geweihen, Pflanzen, Häuten, Fleisch und Fisch. Anschließend kartierten die Forscher die räumlichen Muster dieser Aktivitäten, um zu bestimmen, wo sie im Haus stattfinden könnten.
Dr. Jess Bates vom Department of Archaeology an der University of York sagte: „Wir haben herausgefunden, dass es separate Bereiche für verschiedene Arten von Aktivitäten gab. Beispielsweise schienen unordentliche Aktivitäten wie Schlachten an einem dafür vorgesehenen Ort durchgeführt worden zu sein, getrennt von ‚saubereren‘ Arbeiten wie der Herstellung von Gegenständen aus Knochen und Holz, Werkzeugen oder Schmuck.“
„Das ist überraschend, da Jäger und Sammler bekanntermaßen sehr mobil sind, da sie auf der Suche nach Nahrung reisen mussten, aber sie bauten ihre Häuser auf sehr methodische Weise, nicht nur, um ein Haus zu bauen, sondern um ein Gefühl von Heimat zu schaffen. Diese neue Arbeit über diese sehr frühen Wohnformen zeigt, dass diese Behausungen nicht nur einem praktischen Zweck dienten, Schutz vor Wind und Regen zu bieten, sondern auch bestimmte soziale Normen für Familien einhielten, die sich nicht allzu sehr von der Art und Weise unterschieden, wie wir unsere Familien heute organisieren.“
Frühere Untersuchungen haben auch Hinweise darauf ergeben, dass Jäger und Sammler ihre Häuser sauber und ordentlich hielten, und es gab Anzeichen dafür, dass sie die Innenräume ihrer Gebäude fegten.
Starkar liefert die frühesten bekannten Zeugnisse britischer Wohnhäuser und einige der frühesten architektonischen Formen. Es wird angenommen, dass eines der entdeckten Bauwerke die Form eines Kegels hat und aus Holz gefällter Bäume und Abdeckungen gebaut wurde, die möglicherweise aus Pflanzen wie Schilf oder Tierhäuten hergestellt wurden. Es ist immer noch wenig darüber bekannt, warum Jäger und Sammler solche Bauwerke errichteten und sie während der gesamten Mittelsteinzeit weiter bauten.
Dr. Bates sagte: „Wir wissen jetzt nicht nur, dass Jäger und Sammler diese Unterkünfte gebaut haben, sondern auch, dass sie ein gemeinsames Verständnis davon hatten, wie Aufgaben in diesen Unterkünften organisiert werden sollten. In modernen Gesellschaften sind wir sowohl physisch als auch emotional sehr an unsere Häuser gebunden, aber in der Vergangenheit waren Gemeinschaften sehr mobil und daher „Die Idee, dass wir immer noch organisierte häusliche Räume sehen können, ist faszinierend.“ Diese Studie zeigt, dass die Analyse im Mikromaßstab eine sehr spannende Möglichkeit ist, die Details dieser Häuser zu verstehen und zu verstehen, was diese Räume für die Menschen bedeuten, die dort leben.“
Zusammengestellt von /ScitechDaily