Roboter sind in asiatischen Ländern immer häufiger anzutreffen, wo sich die Menschen daran gewöhnt haben, in Krankenhäusern, Restaurants und anderen Veranstaltungsorten Maschinen mit einer etwas menschlichen Note zu sehen. Nun will Südkorea auch die freie Bewegung von Robotern unter Fußgängern „normalisieren“.

Das südkoreanische Ministerium für Handel, Industrie und Energie und die Nationale Polizeibehörde gaben gemeinsam bekannt, dass die „überarbeitete Version“ des „Gesetzes über intelligente Roboter“ nun vollständig in Kraft getreten sei. Das asiatische Land wird bald damit beginnen, Lizenzen für „freilaufende“ Roboter zu erteilen, allerdings müssen diese weiterhin von menschlichen Bedienern begleitet werden.

Der Rover-Roboter muss außerdem einige strenge physische Einschränkungen einhalten. Es muss weniger als 500 Kilogramm wiegen und eine Höchstgeschwindigkeit von 15 Kilometern pro Stunde haben. Diese Roboter müssen außerdem 16 Tests bestehen, mit denen die Fähigkeit selbstfahrender Roboter getestet werden soll, Standards einzuhalten, z. B. den Aufenthalt in ausgewiesenen Bereichen und das Fahren auf Zebrastreifen.

Wenn der Roboter den Test besteht, darf sein Bediener offiziell Waren transportieren, auf Gehwegen laufen und überall hingehen, wo Roboter in Südkorea erlaubt sind. Darüber hinaus müssen Roboter auch eine Versicherung abschließen, damit sich die Menschen sicherer fühlen und im Falle eines Unfalls schließlich eine Entschädigung erhalten.

Die Behörden von Seoul haben ein Bild veröffentlicht, das zeigt, wie frei fliegende Lieferdrohnen in der neuen Roboterwelt aussehen könnten, die sie sich vorstellen. Das Ministerium für Handel, Industrie und Energie bereitet eine Vision und Strategie für die High-Tech-Robotikindustrie vor, die bis Ende dieses Jahres veröffentlicht wird, um die Schaffung einer völlig neuen Industrie in der kommenden Revolution der Outdoor-Robotik zu fördern.

Auch wenn das neue Gesetz über intelligente Roboter vollständig in Kraft getreten ist, müssen Roboterhersteller noch eine Weile warten, bis sie ihre Produkte auf Seouls Bürgersteigen präsentieren können. Das südkoreanische Ministerium für Robotikindustrie muss noch eine neue Aufsichtsbehörde für die Sicherheitszertifizierung ernennen, während die Korea Robotics Industry Association damit beschäftigt ist, gemeinsam mit privaten Versicherungsunternehmen neue Versicherungsprodukte zu entwickeln.

Die südkoreanische Regierung versichert, dass in wenigen Wochen alles fertig sein wird. Die Regierung wird innerhalb eines Monats damit beginnen, Anträge von Aufsichtsbehörden anzunehmen, und die Versicherung wird voraussichtlich im Dezember verfügbar sein. Diese Policen müssen Entschädigungsbestimmungen für den Fall enthalten, dass der Roboter einen Menschen verletzt oder einen Schaden verursacht.