Die Hyundai Motor Group (Hyundai Motor Group) und das Aptiv-Hyundai-Joint-Venture Motional, das auf die Kommerzialisierung autonomer Fahrzeuge abzielt, gaben am Dienstag Pläne bekannt, im neuen Innovationszentrum der Hyundai Motor Group (Hyundai Motor Group Innovation Centre Singapore, HMGICS) in Singapur gemeinsam rein elektrische IONIQ5-Selbstfahrtaxis in Massenproduktion zu entwickeln.
Motional wird diese Fahrzeuge ab 2024 im Rahmen seiner kommerziellen Dienstleistungen in den USA einsetzen. Die erste Charge von Modellen ist eingetroffen und wird derzeit getestet und validiert, teilte das Unternehmen mit.
Motional fährt seit März 2021 selbstfahrende Prototypen des SUV IONIQ, aber im Serienfahrzeug wird die gesamte selbstfahrende Technologie, wie Hardware und Software, vollständig am Fließband integriert sein. Laut Motional besteht der Unterschied zwischen einem Serienauto und einem Prototyp darin, dass das Serienauto die Zertifizierung nach den U.S. Federal Motor Vehicle Safety Standards (FMVSS) bestanden hat, der Prototyp jedoch nicht. Die Erlangung der FMVSS-Zertifizierung bedeutet, dass das Fahrzeug so konzipiert und gebaut wurde, dass es die Mindestleistungsanforderungen erfüllt, um die Sicherheit seiner Insassen zu gewährleisten.
Vor der aktuellen Krise versuchte der Konkurrent Cruise, die Genehmigung für die Massenproduktion seines selbstfahrenden Taxis Origin zu erhalten, aber das Fahrzeug hatte weder Lenkrad noch Pedale (nicht einmal Scheibenwischer) und entsprach daher nicht den FMVSS-Standards. Motional hat bestätigt, dass das selbstfahrende Taxi IONIQ5 mit einem Lenkrad und Pedalen zur menschlichen Steuerung ausgestattet sein wird.
Motional wollte nicht bestätigen, wie viele Fahrzeuge es in die Vereinigten Staaten geschickt hat, in welchen Märkten sie eingesetzt werden oder welche Produktionskapazitäten HMGICS hat.
Das Unternehmen für selbstfahrende Technologie ist derzeit in Las Vegas tätig und bietet Dienste für die Plattformen Uber, Lyft und Via an. Vor etwa einem Jahr sagten Motional und Uber, dass sie als nächsten Schritt einen gemeinsamen Dienst in Los Angeles einführen würden, aber die Parteien scheinen diese Pläne nicht weiterverfolgt zu haben. Uber und Motional führen immer noch Pilotprojekte in Santa Monica durch, um selbstfahrende Lieferdienste zu testen, Motional fehlen jedoch die erforderlichen Lizenzen, um selbstfahrende Dienste für die Öffentlichkeit in Kalifornien bereitzustellen.
Singapur ist für Motional als Produktionsstandort aus mehreren Gründen sinnvoll. Erstens montiert Hyundai Motor dort bereits sein Nutzfahrzeug IONIQ5, sodass seine modernen Produktionsanlagen bereits etabliert sind. Laut Hyundai Motor stellt HMGICS auch Testeinrichtungen und Kalibrierungszentren für autonome Fahrtechnologie bereit. Das Team von Motional wird vor Ort sein, um bei Produktion, Diagnose, Softwareentwicklung, Kalibrierung und Validierung zu helfen.
Der zweite Grund ist, dass Motional historische Beziehungen zu Singapur unterhält. Motional ist ein Joint Venture zwischen Hyundai und Aptiv (ehemals Delphi Automotive), das 2017 ein weiteres Unternehmen für selbstfahrende Autos namens NuTonomy übernommen hat. NuTonomy, ein MIT-Spinout, startete 2016 ein Pilotprojekt für selbstfahrende Taxis in Singapur.
Während sich Motional derzeit auf den US-amerikanischen Markt konzentriert, beabsichtigt das Unternehmen, international zu expandieren. Mit seinen geordneten Straßen, der kleinen Landfläche, dem strengen regulatorischen Umfeld und der starken staatlichen Unterstützung für selbstfahrende Autos ist Singapur zweifellos ein attraktiver potenzieller Markt für Unternehmen für selbstfahrende Autos.