Im November 2024 begann Google mit der Entwicklung einer nativen Linux-Terminalanwendung für das Android-System, die es Benutzern ermöglicht, Linux-Befehle auf dem Android-System auszuführen, die jedoch speziell über die virtuelle Debian-Maschine ausgeführt wird. Sie sind vielleicht neugierig, ist Android nicht selbst ein Linux-System? Warum sollte es über eine virtuelle Maschine ausgeführt werden? Der Grund ist einfach. Es ist für Google natürlich unmöglich, Benutzern zu erlauben, Linux-Befehle direkt auf dem Android-System auszuführen, um verschiedene Vorgänge auszuführen, geschweige denn direkt Root-Berechtigungen bereitzustellen.
Die neue Linux-Terminalanwendung muss nach der Aktivierung das Debian-System installieren. Dieses System läuft in einer virtualisierten Umgebung und ist vom Android-System selbst isoliert, sodass Benutzer Root-Berechtigungen zur Durchführung verschiedener Vorgänge erhalten.
Beispielsweise können Benutzer andere Linux-Anwendungen direkt über die neue Terminalanwendung installieren (nur auf der Ebene der virtuellen Maschine), über SSH eine Verbindung zu anderen Servern herstellen oder Dateien schnell remote über das Terminal herunterladen.
Diese neue Anwendung wird über das Funktionsupdate 2025-03 auf Geräte der Pixel-Serie übertragen, sodass professionelle Benutzer, Entwickler und Sicherheitsforscher mehr Vorgänge mit der neuen Terminalanwendung durchführen können. Es ist jedoch unklar, ob andere Marken von Android-Geräten dieses Terminal ebenfalls bereitstellen werden.
Entwickler, die Geräte der Pixel-Serie verwenden, können auf die neueste Version aktualisieren, dann zu „Einstellungen“ > „Über das Telefon“ gehen und sieben Mal schnell hintereinander auf die Versionsnummer klicken, um die Entwickleroptionen zu öffnen.
Aktivieren Sie nach dem Öffnen der Entwickleroptionen die Linux-Entwicklungsumgebung manuell. Nach der Aktivierung erscheint diese neue Terminalanwendung auf dem Desktop. Beim ersten Betreten müssen Sie ein Debian-System von ca. 500 MB herunterladen, um die virtuelle Maschine zu konfigurieren.
Entwickler können virtuellen Linux-Maschinen auch Speicherplatz zuweisen, indem sie die Festplattengröße anpassen und auch die Porteinstellungen anpassen, um virtuellen Linux-Maschinen die Kommunikation mit der Außenwelt zu ermöglichen. In Zukunft wird Google Terminalanwendungen optimieren, um Hardwarebeschleunigung und eine vollständige Grafikumgebung bereitzustellen, sodass Benutzer Linux-Software ausführen können.