Der US-Chiphersteller Intel scheint im Rahmen der neuen US-Handelspolitik keine Ausnahmen erhalten zu haben. Berichten zufolge benötigt das Unternehmen eine Exportlizenz, um seine Gaudi-Chips nach China zu verkaufen. Im Vergleich zu NVIDIA/AMD waren die Geschäftseinbußen jedoch bescheiden.
Das Geschäft von NVIDIA in China wurde hart getroffen und es wurde verboten, seinen H20-KI-Beschleuniger nach China zu verkaufen, was dem Unternehmen Verluste in Milliardenhöhe bescheren würde. Neben NVIDIA unterliegt auch AMD Exportkontrollbeschränkungen. Die Financial Times berichtete (über Reuters), dass Intel auch beim Verkauf von High-End-KI-Beschleunigern eingeschränkt wurde, was sein Geschäft gefährdet.

Es wurde bekannt, dass Intel diese Produkte nicht nach China exportieren kann, wenn die DRAM-Bandbreite von AI-Chips 1.400 GB/s erreicht oder überschreitet, und diese Einschränkungen zielen auf die Gaudi-Chips des Unternehmens ab. Intels Präsenz in China ist nicht so groß wie die von Nvidia, aber das Unternehmen hat Technologiegiganten wie ByteDance als einzige Kunden, die Intels Chips als Alternative zu Nvidia kaufen. Da Intel eine Exportlizenz einholen muss, muss das Unternehmen vor der Auslieferung des Beschleunigers eine Reihe rechtlicher Verfahren durchlaufen.
Die jüngste Runde der Handelspolitik der Trump-Regierung hat Technologiegiganten wie Nvidia und Advanced Micro Devices in Schwierigkeiten gebracht. Beiden Unternehmen ist es derzeit verboten, Chips direkt nach China zu verkaufen, was es schwieriger macht, ihre Präsenz in der Region aufrechtzuerhalten. Schlimmer noch: Diese Maßnahmen werden China auf lange Sicht nur zugute kommen, da sich China möglicherweise für im Inland hergestellte alternative Chips wie die Ascend-Chips von Huawei entscheidet.