Entwickler, die an Deadpool und World of Warcraft gearbeitet haben, haben sich zusammengetan, um ein Multiplayer-Open-World-Reitmanagementspiel namens Equinox: Homecoming zu entwickeln. Da der „vierbeinige Begleiter“ im Mittelpunkt des Spielerlebnisses steht, entschied sich das Team für die Implementierung von Motion Capture für alle Pferdebewegungen.

Der Motion-Capture-Darsteller ist eigentlich ein Pferd. Ehemaliger „World of Warcraft“-Entwickler entwickelt ein neues Reitspiel

„Der Prozess war eigentlich der gleiche wie beim menschlichen Mocap“, erklärte Studiodirektor Craig Morrison gegenüber GamesRadar+. „Wir haben dem Pferd einen speziellen Fanganzug mit weißen Markierungspunkten angezogen. Ich glaube, dieser Anzug wurde in Irland maßgeschneidert.“

„Letztendlich trugen alle unsere Schauspieler und Schauspielerinnen Motion-Capture-Anzüge mit Kamerahelmen, und die Pferdeschauspieler trugen auch Kostüme mit Markierungspunkten, einschließlich Ohrmarkierungen“, fügte CEO Colin Cragg hinzu. „Die gesamte Ausrüstung musste eine vollständige Kompatibilität zwischen den Bewegungserfassungssystemen von Pferd und Mensch gewährleisten.“

Der Motion-Capture-Darsteller ist eigentlich ein Pferd. Ehemaliger „World of Warcraft“-Entwickler entwickelt ein neues Reitspiel

Nach mehreren Vorsprechen entschied sich das Team schließlich für Bella, eine äußerst fügsame und geduldige Stute – sie machte während der Dreharbeiten wirklich keine Probleme. Das Problem liegt vielmehr bei...fast allem anderen.

„Eine weitere Schwierigkeit bei der Bewegungserfassung von Pferden besteht darin, dass wir in einer Scheune in Kanada einen eigenen Veranstaltungsort errichten mussten“, fuhr Morrison fort. „Der Veranstaltungsort muss groß genug sein, damit das Pferd Galopp, Trab und Galopp vollenden kann und gleichzeitig den Fangbedürfnissen gerecht wird.“

Der Motion-Capture-Darsteller ist eigentlich ein Pferd. Ehemaliger „World of Warcraft“-Entwickler entwickelt ein neues Reitspiel

Cragg gab bekannt, dass sie etwa 60 Kameras rund um das Gebäude installiert hatten, starke Winde jedoch häufig dazu führten, dass das Gebäude wackelte, wodurch alle Kameras die Synchronisation verloren. Zu diesem Zweck musste das Team zusätzliche Stützen im Inneren des Gebäudes installieren, um den witterungsbedingten Vibrationen standzuhalten.

Um die Sache noch schwieriger zu machen, verzögerten diese unerwarteten Verzögerungen die Drehsaison erheblich. Cragg sagte, das Team habe es letztendlich nur geschafft, dreieinhalb Wochen mit den Schauspielern und Bella auf dem „Freiluft-Reitplatz“ zu verbringen. „Da die Temperatur in Kanada im Winter auf minus 28 Grad sank, mussten wir Industrieheizungen einbauen, um sicherzustellen, dass die Darsteller vor der Kamera nicht vor Kälte zittern.“