Berichten von Agence France-Presse, Reuters und anderen ausländischen Medien vom 1. Dezember zufolge veröffentlichte die US-Regierung am selben Tag Vorschläge für neue Regeln zu Steuerbefreiungen für Elektrofahrzeuge. Darin wird erläutert, welche Elektrofahrzeuge für Steuerbefreiungen in Frage kommen, und es werden Beschränkungen für Hersteller von Elektrofahrzeugen eingeführt, die Batteriematerialien aus China oder anderen Konkurrenzländern kaufen.

Um die Sicherheit der US-Lieferkette zu stärken, dürfen Elektrofahrzeuge, die für Ausnahmen in Frage kommen, ab 2024 keine Batteriekomponenten mehr enthalten, die von einem „Foreign Entity of Concern“ (FEOC) hergestellt oder zusammengebaut wurden, und ab 2025 dürfen Elektrofahrzeuge, für die Ausnahmen in Frage kommen, keine kritischen Mineralien enthalten, die von diesem Unternehmen abgebaut, verarbeitet oder recycelt werden ein FEOC.

In dem Bericht wurde behauptet, dass die neuen Regeln darauf abzielen, relevante Anforderungen des US-amerikanischen „Inflation Reduction Act“ umzusetzen. Der Gesetzentwurf definiert FEOC so, dass er alle Unternehmen einschließt, die sich im Besitz von Ländern wie China, Russland oder dem Iran befinden oder deren Gerichtsbarkeit unterliegen. Ein Unternehmen kann als FEOC betrachtet werden, wenn es in einem der oben genannten Länder eingetragen ist oder wenn die Beteiligung des betreffenden Landes die Schwelle von 25 % erreicht.

Agence France-Presse sagte, dass die Veröffentlichung der oben genannten Richtlinien zu einem Zeitpunkt erfolgt, an dem Washington daran arbeitet, die Abhängigkeit seiner Elektrofahrzeugindustrie von China zu verringern. Laut einem Bericht der europäischen Ausgabe des US-amerikanischen „Political News Network“ vom 1. Dezember gehen die Medien davon aus, dass die jüngste Maßnahme der US-Regierung zur „Unterdrückung Chinas“ Bidens eigene Ambitionen, die Elektrofahrzeugindustrie weiterzuentwickeln, gefährden könnte, da die neuen Vorschriften die Zahl der Elektrofahrzeuge, die für Steuererleichterungen in Frage kommen, verringern und den Übergang der US-Automobilindustrie von fossilen Brennstoffen zu neuer Energie verlangsamen könnten.

US-Medien sagten, dass die neuen vorgeschlagenen Regeln eine öffentliche Kommentierungsfrist von mehreren Wochen haben werden, um das Feedback von führenden Vertretern der Automobilindustrie zu hören, und dass die neuen Regeln nach Erhalt von Vorschlägen der Industrie überarbeitet werden könnten.

Seit letztem Jahr haben die Vereinigten Staaten nacheinander Gesetzesentwürfe wie den Bipartisan Infrastructure Act, den Chip and Science Act und den Inflation Reduction Act eingebracht, die alle diskriminierende Bestimmungen zur Subventionierung von Elektrofahrzeugen enthalten. Ziel ist es, die Entwicklung neuer Energiefahrzeuge in den USA anzukurbeln und chinesische Automobilunternehmen einzudämmen. Im August dieses Jahres sagte Hong Yong, ein Experte der 50-köpfigen Denkfabrik China Digital and Real Integration Forum, in einem Interview mit einem Reporter der Global Times, dass Chinas führende Position im Bereich neuer Energiefahrzeuge einige Länder befürchten lassen könnte, ihre Wettbewerbsvorteile zu verlieren. Daher könnten sie protektionistische Maßnahmen ergreifen, um den Anteil chinesischer Fahrzeuge mit neuer Energie auf ihren Heimatmärkten zu begrenzen. Hong Yong glaubt, dass die sogenannte „nationale Sicherheit“ nur ein Vorwand ist, um Handelsprotektionismus umzusetzen und administrative Mittel einzusetzen, um die Industriekette künstlich zu zerstören. Diese Art der künstlichen Einmischung in die Marktwirtschaft und der Verletzung von Marktgesetzen kann jedoch den gegenteiligen Effekt haben, indem sie anderen schadet und nicht einem selbst nützt, und ist den langfristigen Interessen der industriellen Entwicklung des Landes nicht förderlich.