Laut einem früheren Bericht der Financial TimesTemu-Nutzer in der EU stoßen beim Einkauf auf der Plattform auf ein „hohes Risiko“ illegaler Produkte. Vorläufige Untersuchung der Plattform durch die Europäische KommissionErgebnisDaraus geht hervor, dass Babyspielzeug, Kleinelektronik und andere Waren auf der Temu-Plattform als gefälscht, unsicher oder „nicht konform“ gelten.

Letztes Jahr hat die Europäische Union Temu gemäß dem Digital Services Act (DSA) als „sehr große Online-Plattform“ eingestuft, der Online-Plattformen verpflichtet, für das Hosten illegaler Waren, Dienste und Inhalte verantwortlich zu sein. Die EU leitete daraufhin eine Untersuchung gegen Temu ein, weil sie befürchtete, das Unternehmen unternehme nicht genug, um zu verhindern, dass illegale Produkte auf den Niedrigpreismarkt gelangen.
Temu hat nun die Gelegenheit, auf die Erkenntnisse der EU zu reagieren. Sollte die EU letztendlich feststellen, dass Temu gegen ihre Regeln verstoßen hat, drohen der Plattform Geldstrafen von bis zu 6 % ihres weltweiten Jahresumsatzes.
Die Europäische Kommission sagte, sie werde weitere mutmaßliche Verstöße von Temu weiter untersuchen, darunter seine „süchtig machenden Designmerkmale, die Transparenz des Empfehlungssystems und den Datenzugriff durch Forscher“.