Elon Musk, CEO von Tesla, gab in einem am Dienstag ausgestrahlten Interview bekannt, dass die Elektrofahrzeuge der nächsten Generation des Unternehmens zunächst in der Gigafactory in Austin, Texas, und dann in der geplanten Gigafactory in Mexiko produziert werden. In diesem Interview mit Sandy Munro, einer bekannten amerikanischen Expertin für Automobiltechnik, verriet Musk keine weiteren Details zum Zeitplan des Autos, deutete jedoch an, wie weit seine Produktion fortgeschritten sein wird.
Musk sagte, er überprüfe wöchentlich die Produktionslinienpläne für das kostengünstige Massenfahrzeug, das entwickelt werde. Er sagte: „Die Produktionsrevolution, die dieses Auto darstellt, wird die Menschen überraschen. Dieses Niveau der Produktionstechnologie wird jedem Automobilunternehmen auf dem Planeten weit voraus sein.“
In diesem Interview sagte Munro, dass die beiden größten Automobilkonzerne der Zukunft BYD und Tesla sein könnten.
Musk sagte, es sei zu früh, um den endgültigen Gewinner zu bestimmen, aber er wies auch darauf hin, dass Unternehmen, die nicht auf Elektrofahrzeuge umsteigen, einen großen Fehler machen.
„Die Zukunft ist absolut elektrisch“, sagte Musk.
Der CEO von Tesla verglich diesen Fehler damit, dass Unternehmen, als vor mehr als hundert Jahren die ersten Autos auf den Markt kamen, verstärkt auf Pferd und Kutsche setzten.
„Im Zeitalter des Automobils wollte man kein Pferdekutschenhersteller sein“, sagte er.
Musk sagte im Interview am Dienstag auch, dass der Cybertruck Teslas bislang bahnbrechendstes Produkt sei, und wies auf die Herausforderungen hin, die es mit sich bringt, ein so innovatives Fahrzeug in Produktion zu bringen. Er betonte die Schwierigkeit des Übergangs vom Prototyp zur Produktion, ein Prozess, der große Teams und Jahre erfordert.
In seinen Gesprächen mit Munroe ging es auch um die technologischen Fortschritte des Cybertrucks, einschließlich des Übergangs von einem 12-Volt- zu einem 48-Volt-Stromversorgungssystem. Diese Änderung ist zwar komplex, da alle Peripheriegeräte an die neue Spannung angepasst werden müssen, bringt jedoch erhebliche Vorteile mit sich. Systeme mit höherer Spannung reduzieren Widerstandsverluste, was dünnere Drähte und weniger Kupferverbrauch ermöglicht, was letztendlich zu leichteren Kabelbäumen führt.
Eine weitere wichtige Neuerung war die Umstellung vom CAN-Bus auf Ethernet, die höhere Datenraten ermöglichte und den Bedarf an viel Punkt-zu-Punkt-Verkabelung reduzierte. Laut Musk handelt es sich bei diesem Fortschritt um einen Versuch, die Automobilelektronik mit aktuellen Technologiestandards zu synchronisieren.
Musk und Munro arbeiten auch am Steer-by-Wire-System des Cybertrucks, das die mechanische Verbindung zwischen Lenkgabel und Rädern überflüssig macht. Das System ermöglicht eine variable Verstärkung und passt die Lenkreaktion an die Fahrzeuggeschwindigkeit an. Darüber hinaus verfügt der Cybertruck über eine Hinterradlenkung, die die Manövrierfähigkeit verbessert und einfach zu bedienen ist.