Auf der jüngsten Goldman Sachs Communacopia+-Technologiekonferenz enthüllte John Pitzer, Vizepräsident für Planung und Investor Relations bei Intel, die Kernpunkte der Transformationsförderung des CEO Chen Liwu und stellte kurz Intels KI-Entwicklungsstrategie vor. Er betonte, dass sich Intels Herstellungsprozess für 14A-Chips der neuen Generation völlig von der Vergangenheit unterscheidet. Zum ersten Mal wurden externe Kunden intensiv in die frühen Phasen der Technologiedefinition einbezogen.

Pitzer wies darauf hin, dass die größte Veränderung nach Chen Liwus Amtsantritt die Unternehmenskultur sei. Die im letzten Jahr durchgeführte groß angelegte Umstrukturierung konzentrierte sich hauptsächlich auf Kostensenkungen, doch die Reform im zweiten Quartal dieses Jahres veränderte im Wesentlichen die Organisationsstruktur und die Betriebsmethoden des Unternehmens, reduzierte die Führungsebene erheblich, verbesserte die Entscheidungseffizienz, beschleunigte die Reaktion des Unternehmens und verlangte von den Mitarbeitern, ins Büro zurückzukehren, um ein höheres Verantwortungs- und Umsetzungsbewusstsein zu fördern.
Intel wird sich in den nächsten Monaten auf vier vorrangige Ziele konzentrieren: die Reparatur des x86-Core-Chip-Geschäfts, die Formulierung einer KI-Entwicklungsstrategie, die Förderung der Reife des Foundry-Geschäfts und die weitere Optimierung der Unternehmensbilanz.
In Bezug auf die KI-Strategie sagte Pitzer, dass Intel in den nächsten fünf Jahren eine wichtige Position auf dem Markt für KI-Beschleuniger einnehmen will. Durch die Steigerung des x86-Geschäftswachstums und die Fokussierung auf den KI-Markt hofft das Unternehmen, ein Wachstum zu erreichen, das über den traditionellen 3-5 % liegt. Intel glaubt, dass sein x86-Ökosystem einen einzigartigen Wert auf dem KI-Markt haben wird, und das Unternehmen wird sich bemühen, „bahnbrechende“ Durchbrüche bei der KI-Inferenzleistung und dem Energieverbrauch zu erzielen. Relevante Einzelheiten werden im Finanzbericht für das dritte Quartal näher bekannt gegeben.
In Bezug auf den 14A-Fortschrittsprozess bekräftigte Pitzer, dass Intel sich „voll und ganz der Entwicklung verschrieben“ habe und betonte, dass das Unternehmen bereits in der Phase der Technologiedefinition eng mit externen Kunden zusammengearbeitet habe und zuversichtlich sei, die Prozessreife und -ausbeute des Prozesses sicherzustellen, sodass Kunden noch in der ersten Hälfte des Jahres 2027 an Designentscheidungen beteiligt werden könnten.
Im Hinblick auf das Foundry-Geschäft hat sich Intel das Ziel gesetzt, bis Ende 2027 die operative Gewinnschwelle zu erreichen. Pitzer wies darauf hin, dass dieses Ziel durch den Einsatz der 18A-Technologie zur Ausweitung der Massenproduktion allein durch die Nachfrage nach Intels eigenen Produkten erreicht werden kann, ohne dass eine große externe Auftragsunterstützung erforderlich wäre.