Im frühen US-Aktienhandel am Donnerstag (9. Oktober) stieg der Aktienkurs von Nvidia um fast 3 % und erreichte einen Höchststand von 195,30 US-Dollar pro Aktie und erreichte damit weiterhin ein Rekordhoch, und sein Marktwert überstieg ebenfalls 4,7 Billionen US-Dollar. Heute wurde berichtet, dass das Büro für Industrie und Sicherheit des US-Handelsministeriums Nvidia gemäß dem im Mai dieses Jahres geschlossenen bilateralen Abkommen über künstliche Intelligenz eine Exportlizenz erteilt hat, die den Export seiner Chips im Wert von mehreren Milliarden Dollar in die Vereinigten Arabischen Emirate genehmigt.

Ein US-Beamter sagte, die Genehmigung sei erfolgt, nachdem die VAE konkrete Pläne für eine gleichwertige Investition in den Vereinigten Staaten entwickelt hätten. Ein Sprecher des Handelsministeriums sagte: „Das Handelsministerium ist voll und ganz der Umsetzung des transformativen US-arabischen Partnerschaftsabkommens über künstliche Intelligenz verpflichtet.“
Am 15. Mai dieses Jahres gab das Weiße Haus bekannt, dass es mit den Vereinigten Arabischen Emiraten zusammenarbeiten werde, um einen Rechenzentrumspark für künstliche Intelligenz mit einer Kapazität von 5 GW zu errichten, der als größter Park für künstliche Intelligenz außerhalb der Vereinigten Staaten gelten soll. Die Vereinigten Arabischen Emirate kündigten außerdem einen Investitionsplan in Höhe von 1,4 Billionen US-Dollar in den Vereinigten Staaten für die nächsten zehn Jahre an.
Es wird davon ausgegangen, dass die Vereinigten Staaten jedes Jahr den Export von bis zu 500.000 fortschrittlichen KI-Chips in die VAE genehmigen wollen, von denen ein Fünftel an den in Abu Dhabi ansässigen KI-Riesen G42 gehen soll. Allerdings ist in der neuesten Charge der dem G42 zugeordnete Chip nicht enthalten.

Quellen sagten, es sei unklar, wann weitere Lizenzen ausgestellt würden, abhängig von der Umsetzung des Investitionsplans der VAE. Der Vereinbarung zufolge wird der Wert der von den VAE erhaltenen Chips dem Betrag ihrer Investition in den Vereinigten Staaten entsprechen.
Die Golfstaaten verfügen über eine starke Nachfrage und starke Finanzressourcen im Bereich KI, was sie zu einem der wichtigsten Technologiemärkte und Kapitalquellen weltweit macht. Giganten wie Nvidia und OpenAI legen großen Wert darauf.
Die Vereinbarung soll größtenteils in den Händen des US-Handelsministers Howard Lutnick liegen. Zuvor wurde berichtet, dass Huang und mehrere Führungskräfte von Nvidia sich privat bei US-Regierungsbeamten über Lutnicks Strategie und den langsamen Fortschritt beschwert hatten.