Apple könnte im EU-Kartellrechtsstreit mit Spotify, das vor mehr als vier Jahren eine Klage gegen den iPhone-Hersteller eingereicht hatte, bald einen Rückschlag erleiden. Laut Bloomberg planen die Regulierungsbehörden der Europäischen Union, Apple zu zwingen, konkurrierenden Musikdiensten wie Spotify zu erlauben, Benutzer in ihren Apps zu anderen Zahlungsmethoden als dem AppStore-In-App-Kaufsystem zu leiten, andernfalls drohen Apple Geldstrafen von bis zu 10 % des Jahresumsatzes.
Berichten zufolge soll diese Entscheidung Anfang 2024 bekannt gegeben werden.
Derzeit verbietet Apple Apps, Benutzer über andere Kaufmethoden in ihren Apps als das AppStore-In-App-Kaufsystem zu informieren, erlaubt Entwicklern jedoch, Kunden per E-Mail zu benachrichtigen. Wenn die EU-Verordnung in Kraft tritt, muss Apple diese sogenannte „Anti-Steering“-Regel aufgeben. Es ist unklar, ob Spotify Zahlungen direkt in seiner App akzeptieren darf oder lediglich andere Zahlungsmethoden bewirbt.
Spotify zögert, Nutzern das Abonnieren seines Musik-Streaming-Dienstes in seiner iPhone-App zum regulären Preis von 10,99 US-Dollar pro Monat zu ermöglichen, da Apple eine Provision von 15–30 % für In-App-Käufe erhebt, was Spotifys Einnahmen schmälern würde. Spotify hat zuvor erklärt, dass der Versuch, alternative Zahlungsoptionen vor iPhone-Nutzern zu verbergen, wettbewerbswidrig sei.