Die selbstfahrende Tochtergesellschaft von General Motors, Cruise, entließ neun Führungskräfte, darunter die Leiter für Rechtsangelegenheiten, Regierungsangelegenheiten, kommerzielle Abläufe sowie Sicherheit und Systeme. Zu den Abgängen zählten auch Chief Operating Officer Gil West und Chief Legal Officer Jeff Bleich.
Die Abgänge der neun Führungskräfte erfolgen, während die kalifornischen Aufsichtsbehörden einen Vorfall vom 2. Oktober untersuchen. Bei diesem Unfall erfasste und schleifte eines von Cruises Fahrzeugen einen Fußgänger, während er im autonomen Modus fuhr, wodurch dieser schwer verletzt wurde.
Nach dem Unfall stellte Cruise Ende Oktober seinen autonomen Fahrbetrieb in den USA ein. Zwei Tage vor der Einstellung des autonomen Fahrens in den USA entzog das kalifornische Kraftfahrzeugministerium Cruise die Lizenz zum Betrieb selbstfahrender Taxis in San Francisco.
Aufgrund dieses Unfalls kündigte Cruise am 8. November dieses Jahres an, 950 selbstfahrende Fahrzeuge zurückzurufen, um die Software zu aktualisieren und Probleme mit seinem Kollisionserkennungssystem zu lösen.
Das Unternehmen kündigte die Entlassungen einen Tag nach dem Rückruf von Fahrzeugen aufgrund eines Software-Updates an. Über die Zahl der Entlassungen machte das Unternehmen keine Angaben.
Der schwere Verkehrsunfall Anfang Oktober brachte Cruise in eine sehr schlimme Lage. Aus diesem Grund entschuldigte sich Cruises Mitbegründer und Chief Executive Officer (CEO) Kyle Vogt am 18. November dieses Jahres für die aktuelle Situation des Unternehmens.
Einen Tag später, am 19. November, gab Vogt seinen Rücktritt bekannt und Cruises Executive Vice President of Engineering, Mo Elshenawy, wurde zum Präsidenten und Chief Technology Officer befördert.
Einen Tag nachdem Vogt seinen Rücktritt bekannt gegeben hatte, gab auch Cruises anderer Mitbegründer und Chief Product Officer Daniel Kan seinen Rücktritt bekannt.
Ende November berichteten ausländische Medien, dass General Motors plante, die Ausgaben von Cruise deutlich zu senken, ein Plan, der voraussichtlich zu umfangreichen Entlassungen im Unternehmen führen wird.