Meta führt auf Instagram eine Reihe neuer Tools ein, um Benutzern mehr Kontrolle darüber zu geben, wie viel Spam und Bots sie in ihren Feeds sehen. Benutzer werden außerdem darüber informiert, ob die von ihnen geposteten Inhalte den Community-Richtlinien entsprechen. Die neuen Tools werden in den kommenden Wochen schrittweise eingeführt.

Instagram hat ein automatisches Erkennungssystem entwickelt und verbessert, das Kommentare, Tags, Story-Ansichten und Follower auf Spam prüft. Das Moderationssystem markiert gefälschte Follower und Spam-Inhalte und bietet Benutzern die Möglichkeit, diese Inhalte in großen Mengen zu löschen, um den Benutzern Zeit zu sparen.

Alle verdächtigen Spam- oder Bot-Konten werden in einen separaten Posteingang gefiltert, damit der Benutzer sie sehen kann. Wenn es sich bei dem Konto nicht um einen Spammer handelt, werden sie nach Genehmigung der Anfrage einer Beobachtungsliste hinzugefügt. Andernfalls werden alle Konten nach 30 Tagen automatisch gelöscht. Beiträge von Profilen, die als Spam markiert sind, werden nicht im Konto des Inhaltserstellers angezeigt, es sei denn, sie werden genehmigt. Kontoinhaber können alle vom System gekennzeichneten Tag-Anfragen anzeigen, in großen Mengen löschen oder genehmigen.

Instagram sendet außerdem In-App-Benachrichtigungen, wenn es einen Beitrag erkennt, der gegen seine Inhaltsrichtlinien verstößt. Dies geschieht, nachdem ein aktuelles Instagram-Update gezeigt hat, dass die Anzeige von Beiträgen auf der Explore-Seite blockiert wird, wodurch Kontoinhaber daran gehindert werden, die Aktion zu wiederholen. Allerdings versucht Instagram nach eigenen Angaben immer noch, Aufrufe von Konten zu verbergen, die von der Plattform als Spam eingestuft werden.

Das Unternehmen hat 2021 ein Tool zum Ausblenden von Inhaltsschlüsselwörtern eingeführt, mit dem Informationen mit verdächtigen Schlüsselwörtern ausgeblendet werden können. In einem bevorstehenden Update kündigt Instagram an, Spam durch erweiterte Kommentarfilter-Tools herauszufiltern. Das Thema Belästigung und Spam steht auf Instagram schon lange im Fokus. Es musste sich mit Bots auseinandersetzen, die auf der Plattform grassierten und pornografische Inhalte verbreiteten.

Allerdings muss das Unternehmen ein Gleichgewicht zwischen der Überwachung unangemessener Inhalte und der Ermöglichung eines freien Gedankenaustauschs auf der Plattform finden. Kürzlich geriet Instagram wegen angeblicher Zensur pro-palästinensischer Inhalte während des Gaza-Krieges in die Kritik.