In einer Klage von Apple gegen Corellium wegen des Kopierens von iOS-Systemen konnte nach jahrelangem Hin und Her endlich eine Einigung erzielt werden. Corellium klont iOS-Systeme, um Sicherheitsforschung außerhalb der üblichen Einschränkungen von Apple für das Betriebssystem durchzuführen. Apple reichte 2019 eine Klage mit der Begründung ein, das Unternehmen habe das Urheberrecht verletzt. Seitdem hat es viele Etappen durchlaufen und ist am Donnerstag endlich zu Ende gegangen.
Der Fall ist wieder vor dem Bezirksgericht Florida, um zu entscheiden, ob Corellium die Marken- oder Hintergrundbild-Urheberrechte von Apple verletzt. Laut Forbes haben Apple und Corellium eine Einigung mit unklaren Bedingungen erzielt.
Apple behauptet, dass die Software von Corellium eine exakte Nachbildung von iOS sei und als Ersatz für seine Sicherheitsforschungsprodukte verwendet werde. Corellium glaubt, dass es den Computercode und die Anwendungssymbole von Apple ausschließlich für Sicherheitsforschung kopiert hat und im Sinne der Fair-Use-Standards erheblich „transformativ“ war.
Der Rechtsstreit schien zunächst im Jahr 2021 zu enden, als Apple zustimmte, die Ansprüche fallenzulassen. Apple legte daraufhin Berufung gegen ein Urteil aus dem Jahr 2020 ein, in dem ein Richter feststellte, dass das Kopieren von Corellium eine faire Verwendung darstellt.
Der lange und steinige Weg zum Rechtsstreit endete mit einer unbekannten Einigung. Aber Apple hat gezeigt, dass es bereit ist, den Rechtsstreit wieder aufzunehmen, wenn es glaubt, dass eine Chance besteht, das Ergebnis zu ändern.