Die neueste Prognose des Forschungsunternehmens Counterpoint Research zeigt, dass der weltweite Smartphone-Markt im Jahr 2026 schrumpfen wird, da die Nachfrage nach Hardware für künstliche Intelligenz die Chip- und Speicherkosten in die Höhe treibt und die Branche insgesamt einen Trend zu „Mengenrückgängen und Preiserhöhungen“ aufweisen wird. Sein jüngster Bericht senkte seine Prognose für die weltweiten Smartphone-Lieferungen im Jahr 2026 um etwa 2,6 %, wobei erwartet wird, dass die Lieferungen im Jahresvergleich um etwa 2,1 % zurückgehen. Es werden nicht mehr nur einige wenige Marken mit Rückgängen gerechnet, sondern „fast alle großen Hersteller“ werden jährliche Auslieferungsrückgänge verzeichnen.

Der Bericht wies darauf hin, dass aufgrund der steigenden Nachfrage nach Halbleitern und Speicherchips, die durch die KI-Entwicklung vorangetrieben wird, die Materialkosten von Low-End-Smartphones seit Anfang 2025 um 20 bis 30 % gestiegen sind und die Speicherpreise voraussichtlich weiter steigen werden und bis zum zweiten Quartal 2026 um weitere 40 % steigen könnten Das derzeitige hohe Niveau macht es den Herstellern nahezu schwer, den Kostendruck aus eigener Kraft aufzufangen, und wird unweigerlich einen Teil der Kosten an die Endverbraucher weitergeben.

Counterpoint prognostiziert, dass der weltweite durchschnittliche Verkaufspreis von Smartphones im Jahr 2026 im Vergleich zum Vorjahr um etwa 6,9 % steigen wird. Dies wird einen stärkeren Druck auf preissensible Einsteiger- und Mittel- bis Low-End-Benutzer ausüben und könnte einige Verbraucher auch dazu veranlassen, die Lebensdauer von High-End-Modellen zu verlängern und die Austauschhäufigkeit zu reduzieren, während sie gleichzeitig ein besseres Erlebnis und eine bessere Leistung anstreben. Allerdings besteht die Gefahr, dass der Gesamtumsatz weiter zurückgeht. Der Bericht wies ausdrücklich darauf hin, dass Low-End-Modelle das am stärksten betroffene Marktsegment in dieser Runde steigender Kosten sein werden.

Auf Herstellerebene werden alle Marken betroffen sein, das Ausmaß der Auswirkungen wird jedoch nicht gleich sein. Dank ihrer robusteren Finanzlage und relativ stabilen globalen Lieferketten gelten Apple und Samsung als stressresistenter, dennoch wird prognostiziert, dass die Auslieferungen der beiden Unternehmen im Jahr 2026 um etwa 2 % zurückgehen werden. Im Gegensatz dazu stehen chinesische Hersteller insgesamt stärker unter Druck und ihre Gewinnmargen werden weiter gedrückt. In dem Bericht heißt es, dass die Auslieferungen von Honor um mehr als 3 % zurückgehen könnten, und bei vivo und OPPO, von denen zuvor ein Wachstum im Jahr 2026 erwartet wurde, wurde nun ein Rückgang erwartet.

Unter den chinesischen Marken werden Hersteller wie Xiaomi, Honor und OPPO genannt, denen ein schwierigeres Marktumfeld bevorsteht und ihr strategischer Spielraum durch den doppelten Druck sinkender Gewinnmargen und steigender Kostenstarrheit begrenzt ist. Da die Preise für Komponenten steigen und die Nachfrage nach Endgeräten abnimmt, wird die Frage, wie die Erhöhung der Verkaufspreise kontrolliert werden kann, ohne die Wettbewerbsfähigkeit der Produkte erheblich zu beeinträchtigen, zu einer Schlüsselfrage, die die Hersteller im nächsten Jahr beantworten müssen.

Wenn sich die revidierte Prognose von Counterpoint bewahrheitet, wird 2026 wahrscheinlich das zweite Jahr in Folge sein, in dem der globale Smartphone-Markt schrumpft. Dies spiegelt nicht nur strukturelle Veränderungen wie die Reifung des traditionellen Mobiltelefonmarktes und die Verlängerung der Austauschzyklen wider, sondern zeigt auch die Kraft der explosionsartigen Expansion der KI-Branche, das gesamte Muster der elektronischen Lieferkette neu zu gestalten – von Rechenzentren bis hin zu Smartphones zahlen fast alle Terminals für die gleiche „Spur“ an Rechenleistung und Speicherkapazität.