Technologieunternehmen schicken derzeit mehr Mitarbeiter nach Südkorea, um mit Speicherchip-Lieferanten zu verhandeln. Technologieunternehmen sind hier nicht nur Google und Microsoft, sondern auch größere Smartphone-Hersteller. Diese Unternehmen benötigen alle eine große Anzahl unterschiedlicher Arten von Speicherchips. Nach Angaben der Business Insider-Website haben Microsoft, Google und Meta Beschaffungsmanager nach Südkorea geschickt, um mit Samsung und SK Hynix zu verhandeln, in der Hoffnung, mehr Speicherchip-Lieferungen zu erhalten. Nun handelt es sich nicht mehr um den Preis, sondern um ein gravierendes Angebotsungleichgewicht.

Betreiber von Hyperscale-Rechenzentren wie Google und Microsoft benötigen für die Produktion von Beschleunigerkarten für künstliche Intelligenz Speicherchips mit hoher Bandbreite der HBM-Serie. Wenn nicht genügend Speicherchips vorhanden sind, kann Google keine weiteren seiner maßgeschneiderten TPU-Beschleuniger produzieren.
Berichten zufolge besuchten Microsoft-Führungskräfte kürzlich die Zentrale von SK Hynix, um eine neue langfristige Vereinbarung mit Schwerpunkt auf Speicherprodukten zu besprechen. SK Hynix schien jedoch eine starke Position zu behaupten und sagte, es sei schwierig, Speicherprodukte unter den von Microsoft vorgeschlagenen Bedingungen zu liefern, und Microsoft-Führungskräfte verließen das Treffen verärgert.
Allerdings erscheinen diese Anekdoten von Microsoft im Vergleich zu Google trivial, da Google den Beschaffungsdirektor direkt entlassen hat, um ihn zu bestrafen, mit der Begründung, dass es dem Beschaffungsdirektor an Weitsicht mangelte und er nicht vorab eine Vereinbarung mit dem Speicherchip-Lieferanten unterzeichnet hatte, und er persönlich dafür verantwortlich war.
Das aktuelle Gerücht besagt, dass die von großen Technologieunternehmen wie Google, Microsoft, Meta usw. vorgeschlagenen Konditionen darin bestehen, jeden Preis zu akzeptieren, aber speicherbezogene Bestellungen ohne Lieferobergrenze aufzugeben. SK Hynix und Micron haben jedoch deutlich gemacht, dass es unmöglich ist, auf Anfragen zur Erhöhung des Angebots an HBM-Chips zu reagieren.
Auch Apple ist von Lieferproblemen bei Speicherchips betroffen. Auch Apples langfristige Vereinbarung mit großen Speicherchip-Anbietern läuft im Januar nächsten Jahres aus. Bis dahin muss Apple auch für LPDDR5X-Speicherchips einen Aufschlag von bis zu 230 % zahlen, und auch die Preise für verwandte Produkte könnten entsprechend steigen.