Eine Analyse von mehr als 10 Millionen COVID-19-Fällen durch die britische Gesundheits- und Sicherheitsbehörde ergab, dass eine Impfung das Sterberisiko deutlich senkt. Die im Journal of the Royal Society of Medicine veröffentlichten Ergebnisse unterstreichen den Erfolg des Impfprogramms und die Notwendigkeit von Auffrischungsdosen.

Untersuchungen des britischen Gesundheitssicherheitsdienstes zeigen, dass die Impfung gegen COVID-19 das Sterberisiko erheblich senkt, insbesondere in den sechs Monaten nach der Impfung, was die Bedeutung einer verstärkten Impfung unterstreicht.

Eine neue Studie hat herausgefunden, dass das Sterberisiko nach Erhalt einer COVID-19-Impfung deutlich verringert ist, der Schutz jedoch nach sechs Monaten nachlässt, was ein Beweis für die Fortsetzung der Auffrischungsimpfungen ist.

Forscher der britischen Gesundheitssicherheitsbehörde (UKHSA) analysierten zwischen Mai 2020 und Februar 2022 mehr als 10 Millionen COVID-19-Fälle bei Erwachsenen. Ihre Ergebnisse wurden im Journal of the Royal Society of Medicine (JRSM) veröffentlicht.

Das Case Fatality Risk (CFR) – der Anteil der Fälle, die zum Tod führen – wurde mit dem Impfstatus verglichen und zeigte einen klaren Zusammenhang zwischen Impfung und reduzierter Mortalität. Die Studie hebt insbesondere einen kritischen Zeitraum hervor – die sechs Monate nach der letzten Impfdosis –, in dem das Sterberisiko durch Fälle in allen Altersgruppen am niedrigsten bleibt. Danach beginnt der Schutzvorteil zu schwinden und der CFR beginnt zu steigen.

Die Forschung unterstreicht den Erfolg von COVID-19-Impfprogrammen bei der Reduzierung der Sterblichkeit.

Bei Erwachsenen über 50 Jahren war die CFR bei nicht geimpften Personen (6,3 %) zehnmal höher als bei Personen, die innerhalb von sechs Monaten vor dem positiven Test geimpft wurden (0,6 %). Die Studie zeigte auch einen starken Rückgang der CFR Anfang 2021, was mit den frühen Tagen der Impfstoffeinführung übereinstimmt.

Florence Halford von der COVID-19 Vaccine and Epidemiology Unit beim UK Health and Wellness Council sagte: „Das Sterberisiko bei COVID-19-Fällen ist nach der Impfung geringer, wobei das Sterberisiko bei allen Altersgruppen am geringsten ist, wenn die Impfung sechs Monate vor dem Probentermin erfolgt. Dies liefert einige Hinweise darauf, dass in älteren Altersgruppen weiterhin Auffrischungsdosen verabreicht werden.“

Referenz: Zeitliche Veränderungen des Sterberisikos bei Erwachsenen nach einer COVID-19-Impfung in England zwischen Mai 2020 und Februar 2022: eine nationale Überwachungsstudie, von Florence Halford, Kathryn Yates, Tom Clare, Jamie Lopez-Bernal, Meaghan Kall und Hester Allen, 13. Dezember 2023, Journal of the Royal Society of Medicine.

doi:10.1177/01410768231216332

Zusammengestellte Quelle: ScitechDaily