Während sich die Sicherheitslage für die Schifffahrt im Roten Meer weiter verschlechtert, griffen jemenitische Huthi-Rebellen am Montag erneut zwei Handelsschiffe an. Am Nachmittag des Montags (18. Dezember) Ortszeit gab der bewaffnete Sprecher der Houthi, Yahya Saraya, auf der Social-Media-Plattform eine Erklärung ab. Bei dem einen handelt es sich um einen Öltanker namens „Atlantic Swan“ und beim anderen um ein Containerschiff namens „MSC Clara“.

Die Huthi sagten, die Angriffe seien erfolgt, nachdem die Besatzungen der beiden Schiffe sich geweigert hätten, den Befehlen der Gruppe Folge zu leisten.

Die Houthis haben gewarnt, dass sie weiterhin alle mit Israel in Verbindung stehenden Schiffe im Roten Meer angreifen werden, bis Israel die Lieferung von Nahrungsmitteln, Medikamenten und anderen Hilfsgütern in den Gazastreifen zulässt. Die Gruppe sagte, sie werde keine Schiffe ins Visier nehmen, die nicht mit Israel in Verbindung stehen.

Es wird berichtet, dass die „Atlantic Swan“ einem norwegischen Unternehmen gehört. Keines seiner Besatzungsmitglieder wurde verletzt und es erhielt Hilfe von der US-Marine. Die MSC Clara ist ein unter panamaischer Flagge fahrendes Schiff. Die Einzelheiten des Angriffs auf das Schiff sind noch unklar.

Anfang des Monats sagten die Houthis, sie würden alle Schiffe, die nach Israel fahren, unabhängig von ihrer Nationalität, ins Visier nehmen und warnten internationale Reedereien davor, Geschäfte mit israelischen Häfen zu machen. Seitdem wurden viele Schiffe von Houthi-Streitkräften angegriffen, während sie im Roten Meer und in nahegelegenen Gewässern fuhren.

Aufgrund der anhaltenden Spannungen im Roten Meer haben viele Schifffahrtsriesen, darunter Maersk und Hapag-Lloyd, die Einstellung der Fahrten im Roten Meer angekündigt.

Das Rote Meer verbindet das Mittelmeer und das Arabische Meer und der Suezkanal – das Rote Meer ist eine der verkehrsreichsten Wasserstraßen der Welt. Derzeit passieren jedes Jahr mehr als 20.000 Schiffe den Suezkanal, was 14 % des weltweiten Seehandels ausmacht.

Da Reedereien das Rote Meer nicht passieren können, müssen sie einen Umweg über das Kap der Guten Hoffnung an der Südspitze Afrikas nehmen. Dadurch wird sich nicht nur die Transportzeit verlängern, sondern auch die Treibstoffkosten und Versicherungsprämien deutlich steigen.

Einige Medien berichteten, dass die Vereinigten Staaten beabsichtigen, mit anderen Ländern eine Marine-Einsatzgruppe zu bilden, um das Rote Meer, die Bab-el-Mandeb-Straße und den Golf von Aden zu patrouillieren. Der vorgeschlagene Codename für diese Begleitoperation lautet „Prosperity Guardian“. Berichten zufolge könnten sich US-Verbündete im Nahen Osten wie Jordanien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar, Oman, Ägypten, Bahrain und andere Länder anschließen.