Der zunehmende Einsatz künstlicher Intelligenz durch Unternehmen könnte in der Eurozone einige Arbeitsplätze schaffen, anstatt zu Arbeitsplatzverlusten zu führen, wie viele befürchten, heißt es in einem Blogbeitrag der EZB am Mittwoch. Ökonomen diskutieren seit langem darüber, ob künstliche Intelligenz Angestellte arbeitslos machen wird. Eine aktuelle Studie des Ifo-Instituts in Deutschland zeigt, dass mehr als ein Viertel der deutschen Unternehmen damit rechnen, dass künstliche Intelligenz in den nächsten fünf Jahren zu Entlassungen führen wird.

Allerdings ergab die eigene „Corporate Financing Channel Survey“ der Europäischen Zentralbank, dass Unternehmen, die künstliche Intelligenz in großem Umfang nutzen, eher dazu neigen, kurzfristig mehr Mitarbeiter einzustellen.
Dieser ArtikelStellt nicht die offizielle Position der Europäischen Zentralbank dar„Mit anderen Worten: Im Allgemeinen neigen Unternehmen, die künstliche Intelligenz intensiv einsetzen, dazu, Mitarbeiter einzustellen, anstatt sie zu entlassen“, heißt es in dem Blogbeitrag.
In dem Artikel heißt es, dass Unternehmen, die Investitionen in künstliche Intelligenz planen, auch optimistischere Erwartungen an das künftige Beschäftigungswachstum haben.
„Dies gilt unabhängig von der Größe der KI-Investitionen und deutet darauf hin, dass Unternehmen im nächsten Jahr wahrscheinlich keine Einstellungspausen einlegen werden, da sie in KI-Technologie investieren“, heißt es in dem Blog zweier EZB-Ökonomen.
Allerdings erwähnte der Autor auch, dass sich diese Aussicht langfristig ändern könnte. Die meisten pessimistischen Umfragen decken einen Zeitraum ab, der länger ist als der Umfragezyklus der EZB, und sobald künstliche Intelligenz beginnt, Produktionsprozesse erheblich zu verändern, können sich die Beschäftigungsaussichten entsprechend ändern.