Microsoft hat kürzlich bestätigt, dass es die Werbeinhalte in Windows 11 reduziert, mit dem Ziel, das Betriebssystem leiser zu machen, um das Vertrauen der Benutzer zurückzugewinnen.Scott Hanselman, Vizepräsident des Windows-Entwicklungsteams von Microsoft, antwortete auf eine Benutzerbeschwerde: „Ja, ein leiseres Betriebssystem mit weniger Werbung ist das Ziel.“
Dies ist die bisher klarste Aussage von Microsoft-Führungskräften, die anerkennen, dass Benutzer die allgegenwärtigen Anzeigen und Empfehlungen im System satt haben.

Windows 11 stand in den letzten Jahren in der Kritik, die eigenen Dienste übermäßig zu bewerben. Das System zeigt Werbung für Microsoft 365, OneDrive, Copilot und andere Produkte im Startmenü, im Datei-Explorer und sogar in der Benutzeroberfläche für die Ersteinstellungen an.
Wenn festgestellt wird, dass ein Benutzer einen Browser eines Drittanbieters wie Chrome verwendet, weist Microsoft den Benutzer über ein Popup-Fenster im Vollbildmodus an, zu Edge zu wechseln. Es wurde sogar versucht, die Standardbrowsereinstellungen automatisch zurückzusetzen und die Installation von Bing-Erweiterungen zu erzwingen.
Diese Aktionen wurden von einigen Benutzern als Taktiken beschrieben, die Malware ähneln, und der Begriff „Microslop“ wurde geprägt.
Microsoft sollte sich dessen bewusst sein und hat daher vor einigen Tagen ein großes Update für Windows 11 angekündigt, das sich auf Leistungsoptimierung und Qualitätsverbesserungen konzentriert, darunter die Beschleunigung des Datei-Explorers, die Migration des Startmenüs auf WinUI 3, die Möglichkeit für Benutzer, Windows-Updates auf unbestimmte Zeit anzuhalten und die Reduzierung der Copilot-Funktionalität in Anwendungen wie Notepad.
Allerdings handelt es sich bei Hanselmans Aussage nicht um eine offizielle Produktankündigung, und Microsoft hat auch nicht versprochen, Werbung komplett zu entfernen. Wenn man bedenkt, dass die Bemühungen von Microsoft, die eigenen Dienste in Windows 11 zu fördern, weitaus größer sind als die in der Windows 10-Ära, bleibt abzuwarten, ob Benutzer tatsächlich ein leiseres Windows einführen können.