Wenn Sie immer noch auf Preissenkungen bei Speicherprodukten warten, könnte Sie die neueste Aussage von Micron-CEO Sanjay Mehrotra enttäuschen. Seiner Ansicht nach sind Speicherpreissenkungen kurzfristig kaum zu erreichen und der Markt ist noch weit von einer Normalisierung entfernt. Mehrotra wies im Interview darauf hin, dass sich die aktuelle KI-Welle noch im Anfangsstadium befinde. Mit dem Aufkommen künstlicher Intelligenzassistenten sind Speichergeräte mit höherer Geschwindigkeit und größerer Kapazität zu strategischen Vermögenswerten geworden, die das volle Potenzial der KI unterstützen. Diese Nachfrageexplosion hat die Angebots- und Nachfragestruktur des Speichermarktes völlig verändert.

Da das Ende der KI-Inferenz einen Wendepunkt erreicht, stellt die Ausweitung der Anforderungen an die Token-Generierung beispiellos hohe Anforderungen an die Speichergeschwindigkeit und -kapazität.

Derzeit ist die gesamte Speicherbranche mit einer äußerst angespannten Versorgungslage konfrontiert, und aufgrund technischer Schwellenwerte und Einschränkungen bei der Ausrüstung kann eine Kapazitätsverbesserung nicht in kurzer Zeit abgeschlossen werden.

Der CEO erklärte weiter, dass das Kernproblem der Branche derzeit nicht die Marktnachfrage oder die Preisstrategie sei, sondern die Kapazitätslücke, die die Lieferanten einfach nicht schließen können.

Diese Situation der Versorgungsknappheit wird sich in Zukunft nicht nur nicht verbessern, sondern möglicherweise noch verschärfen. Dieses Gefühl der Anspannung spiegelte sich direkt in der finanziellen Leistung des Unternehmens wider.

Laut Microns Prognose wird die Nachfrage der künstlichen Intelligenz nach DRAM- und NAND-Flash-Speichern in diesem Jahr voraussichtlich die Hälfte der Gesamtmarktgröße der Branche übersteigen. Dies bedeutet, dass mehr als die Hälfte der Speicherressourcen von Unternehmen mit KI-Bezug belegt werden und der verbleibende Anteil am allgemeinen Markt für Unterhaltungselektronik stark unter Druck geraten wird.

Die Verkäufe von PCs und Mobilgeräten werden voraussichtlich zweistellige Rückgänge verzeichnen, was auf eine doppelte Belastung durch Lieferengpässe und steigende Preise zurückzuführen ist.

Für High-End-PCs, die KI-Workflows ausführen können, sind 32 GB Speicher mit großer Kapazität jedoch nach und nach zur gängigen Konfigurationswahl auf dem Markt geworden.

Im KI-Zeitalter ist Speicher nicht mehr nur eine Komponente, sondern das wichtigste strategische Gut in den Händen der Kunden.

Um der wachsenden Nachfrage gerecht zu werden, erhöht Micron weiterhin seine Investitionen in globale Produktionsstandorte und wird voraussichtlich im kommenden dritten Geschäftsquartal erneut eine Reihe von Leistungsrekorden aufstellen.