Porsche hat eine Vereinbarung zur Übertragung seines gesamten 45-prozentigen Anteils an Bugatti Rimac und seines gesamten 20,6-prozentigen Anteils an der Rimac Group an ein internationales Konsortium unter Führung von HOF Capital unterzeichnet. Die Transaktion wird voraussichtlich vor Ende 2026 abgeschlossen sein. Es wird berichtet, dass die Gesamtbewertung des Bugatti-Joint-Ventures etwa 1 Milliarde Euro beträgt, was etwa 7 Milliarden Yuan entspricht, und die 28-jährige Kontrolle des Volkswagen-Konzerns über Bugatti zu Ende ist.

Dieser Verkauf ist für Porsche eine wichtige Maßnahme, um dem operativen Druck standzuhalten und sich auf sein Kerngeschäft zu konzentrieren.

Im Geschäftsjahr 2025 sank der Umsatz von Porsche im Vergleich zum Vorjahr um 9,5 %, das Betriebsergebnis brach um 92,7 % ein und die Umsatzrendite schrumpfte deutlich. Gleichzeitig gingen die Umsätze auf dem chinesischen Markt weiter zurück und das Händlernetz schrumpfte. Das Unternehmen muss dringend Mittel abziehen und seine Vermögensstruktur optimieren.

Bugatti hat eine extrem niedrige Jahresproduktion und enorme Investitionen in Forschung und Entwicklung. Es befand sich lange Zeit in einem Zustand hoher Kosten und geringer Gewinne und ist zu einem veräußerten, nicht zum Kerngeschäft gehörenden Vermögenswert geworden.

Der Käufer, HOF Capital, ist ein New Yorker Risikokapitalfonds mit einem verwalteten Vermögen von über 7 Milliarden US-Dollar. Sein Anlageportfolio umfasst eine Reihe von Technologie-Einhörnern. Abu Dhabi BlueFive Capital ist der größte Investor im Konsortium.

Nach Abschluss der Transaktion hält die Rimac Group weiterhin 55 % des Eigenkapitals von Bugatti Rimac und erhält die volle operative Kontrolle. HOF Capital wird einer der größten Anteilseigner der Rimac Group, was der Beteiligung von Gründer Mate Rimac entspricht.

Bugatti wurde 1909 gegründet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wechselte es mehrmals den Besitzer und wurde 1998 von Volkswagen übernommen. Es war einst ein wichtiges Symbol für Volkswagens Luxusauto-Layout.