Sony plant, seine Multiplattform-Vertriebsstrategie zurückzufahren, da andere Plattformen nicht wie erwartet größere Umsätze erzielen konnten. Ein aktueller Bericht der Statistik-Website Ampere scheint dies zu bestätigen. Der Verkauf vieler Erstanbieter-3A-Meisterwerke von Sony auf dem PC überstieg nicht die Marke von 1 Million Exemplaren. Infolgedessen scheint die Multiplattform-Strategie Sony mehr zu schaden als zu nützen.

Laut Amperes Bericht zog die PC-Version von „God of War: Ragnarok“ im ersten Monat nur 300.000 Spieler an, und die PC-Version von „Marvel’s Spider-Man 2“ lockte nur 260.000 Spieler an der erste Monat. „Horizon West“ hat 230.000 Spieler und „Ghost of Tsushima: Director’s Cut“ hat 710.000 Spieler. Diese Zahlen stehen in scharfem Kontrast zu den zig Millionen verkauften Stücken auf PlayStation-Konsolen, was zeigt, dass die Verkäufe dieser Spieleserien auf dem PC sehr gering sind und Sonys Investition in so viele Ressourcen möglicherweise nicht wert sind.
Diese Zahlen spiegeln jedoch nicht vollständig die tatsächliche Situation wider. Bis zur Veröffentlichung der eigenständigen Werke von Sony auf dem PC kommt es oft zu einer großen Verzögerung (normalerweise 2–4 Jahre), außerdem sind die Preise hoch und die Optimierung ungleichmäßig, was dazu führt, dass PC-Spieler nicht bereit sind, etwas zu kaufen. Angesichts dieses Dilemmas könnte Sony seine Exklusivstrategie zur Stärkung des Burggrabens seiner eigenen Hardware weiter verschärfen. Für PC-Spieler besteht wohl wenig Hoffnung, in Zukunft neue Spiele wie „Marvel’s Wolverine“ und „Saros Cycle“ auf ihrem Computer zu spielen.

Das bedeutet jedoch nicht, dass Sony auf dem PC-Markt völlig gescheitert ist. Obwohl sich das Einzelspieler-Spiel in einer schwierigen Situation befindet, waren seine Multiplayer- und Online-Service-basierten Spiele recht erfolgreich. „Bad Soldiers 2“ verkaufte sich mehr als doppelt so stark wie die PS5 auf dem PC und auch „Marathon“ lockte mehr als 1 Million Spieler auf dem PC an. Daher ist es nicht schwer zu verstehen, dass Sony plant, die PC-Portierung von Einzelspieler-Spielen aufzugeben und darauf zu bestehen, serviceorientierte Spiele auf der PC-Plattform zu veröffentlichen.