In AMDs Telefonkonferenz zum Finanzbericht zum ersten Quartal 2026 warnte AMD-CEO Su Zifeng, dass das weltweite Speicherangebot in der zweiten Hälfte des Jahres 2026 weiter knapp werden wird und der Druck, die Kosten für Verbraucherprodukte zu erhöhen, zunehmen wird. Su Zifeng sagte, dass die Nachfrage im Kunden- und Spielegeschäft in der zweiten Jahreshälfte zurückgehen wird und AMD seine Geschäftsplanung entsprechend anpasst.

AMD Executive Vice President und Chief Financial Officer Jean Hu wies außerdem darauf hin, dass aufgrund steigender Speicher- und Komponentenkosten der Umsatz des Gaming-Geschäfts (einschließlich GPU und Konsole) im zweiten Halbjahr voraussichtlich um mehr als 20 % im Vergleich zum ersten Halbjahr sinken wird.
Dies steht im Einklang mit der Einschätzung von Führungskräften wie Micron und SK Hynix. Die gesamte Branche hat mit Schwankungen der Komponentenpreise zu kämpfen.
Warum ist der Speicher knapp? KI frisst Produktionskapazitäten. Die Nachfrage nach HBM in Rechenzentren steigt weiter. Samsung, SK Hynix und Micron haben alle ihre Produktionskapazitäten auf HBM verlagert. Das Angebot an DDR5 und GDDR6 für Verbraucher ist knapper geworden, die Preise sind gestiegen und die Kosten für Grafikkarten und Host-Stücklisten sind gestiegen.
Die Preise für Konsolen sind auf breiter Front gestiegen, ein doppelter Druck. Microsoft hat den Preis seiner Xbox-Serie in zwei Runden erhöht; Sony hat im März die Preise für neue PS5-Modelle allgemein angehoben und kürzlich sogar den Preis für die generalüberholte PS5 Slim um 100 US-Dollar (ca. 682 Yuan) erhöht. Konsolenpreise steigen → Umsatz sinkt → Bestellungen für Semi-Custom-Chips gehen zurück, und das Gaming-Geschäft von AMD leidet unter beiden Seiten.
Im Gegensatz zum kalten Winter auf Verbraucherseite erwartet AMD für das zweite Quartal einen Anstieg der CPU-Umsätze im Rechenzentrum um 70 % gegenüber dem Vorjahr, wobei die Nachfrage nach KI-Rechenleistung weiterhin die wichtigste treibende Kraft ist.
